Schwebend


Es hält mich nichts mehr, kein Gewicht drückt mich noch nach unten. Längst habe ich begonnen zu schweben, hinein in die Landschaften meiner Seele. Durchquere die Unendlichkeit, das Ewige und Unvergängliche trägt mich. Ich spüre den Auftrieb des Unzerstörbaren in mir, das mich durchtränkt und umfasst. Über die Berge schwebe ich, durch den Dunst des Mysteriums, durch die Schleier der Verborgenheit und die Grenzen des Wissens.

Hier bin ich zu Hause, wie ich noch nie zu Hause war. Hier gehöre ich hin - immer schon, ohne einen Zweifel im Herzen. Ich schwebe hinein und hindurch, ich genieße die Sicht, die mehr sieht, als je möglich war. Ich sehe das Kleine wie das Große, in gleicher Klarheit und gleicher Würde.

Der Wind umweht mich und lässt mich nicht allein. Und ich bin so satt voll Leben und Liebe, so trunken vom Ewigen, dass ich plötzlich alles spüre, dass alles meins ist und mir gar nichts mehr fremd vorkommt, nichts.

Nie mehr wird das Leben jetzt ​so weitergehen wie vorher.
Nie mehr.

DAVID​