Was ist das größte Hindernis auf unserem spirituellen Weg?

Was hindert uns daran, weiter zu kommen? Was blockiert uns immer wieder auf unserem spirituellen Weg, ja, auf unserem Lebensweg? Woran kann unser persönliches Projekt scheitern? Es gibt eine Art mit dem Leben umzugehen, die dafür sorgt, dass kein Raum mehr für das Leben bleibt, für die Liebe und die Luft, die wir zum Leben brauchen. Es ist unser Bedürfnis nach Sicherheit, das uns dazu bringt, unseren Spielraum immer kleiner zu machen, und damit unseren Weg immer vorhersehbarer, immer bestimmter und immer unfreier. Erst wenn wir im Laufe unseres Leben lernen, mehr Raum zu lassen, dem Leben Spiel zu geben und mit der Unsicherheit zu leben, kann etwas Neues entstehen, kann Spiritualität wirklich wachsen und kann Leben wirklich lebendig werden. Es geht darum, sich zu öffnen für den weiten Raum des Lebens, der uns trägt, ohne dass wir wissen, wohin. Mehr dazu in meinem Video.

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  • Verena sagt:

    So wahr lieber David. Sein, Kontrolle abgeben und das Leben annehmen mit allen Geschenken. Wie die bunte Pralinenschachtel.

  • gisela sagt:

    die „Unverfügbarkeit des Lebens“ – mit diesem Ausdruck hast du eine für mich sehr wichtige Erkenntnis kurz und knapp in Worte gefasst – auf meinem Weg war es überaus wichtig, diese Erkenntnis mit einzubeziehen – ab einem bestimmten Zeitpunkt im Leben kam ich bei der Suche nach der Wurzel und gewünschter Auflösung innerer Blockaden immer aufs Neue letztendlich zu dem Punkt, die Suche aufzugeben und zu der eigentlich nicht mehr neuen Erkenntnis, „anerkennen was ist“ ist das Beste, den Kampf aufzugeben, etwas „weghaben“ zu wollen, mich nicht mehr gegen „das was ist“ (zurzeit, im Moment oder auch längere Zeit) aufzulehnen und zu „wehren“ – das Leben anzunehmen – in der Kindheit gab es viel Enge, ich war sehr viel im Widerstand, erst offen mit Abwehr, dann nur noch still („wenigstens die Gedanken sind frei“) – ich fühlte mich nicht mehr lebendig, das Leben erschien mir „sinnlos“ – glücklicherweise habe ich vor 20 Jahren begonnen, in mir „aufzuräumen“, es entwickelte sich mehr und mehr Bewusstsein, meine inneren Muster und Dynamiken zu erkennen und weiter in der Tiefe zu erforschen – ich orientierte mich an meinem innerlich empfundenen, gespürten Wesen und wollte „in Einklang kommen“ mit mir, auch hatte ich einen unermesslichen Drang in mir, Freiheit zu spüren – ich kam immer mehr aus dem Widerstand in die Annahme – dieser anfängliche Weg und die gespürten „Erfolge“ in mehr Leichtigkeit und innerem Frieden in der Freiheit des gespürten „eigenen Weges“, in „meinem“ Bewusstsein, das mir den Weg zeigte, erweckte den scheinbaren Eindruck, „ich mache das“ (was ja heißt „ich steuere“, es liegt in meiner Macht, ich „verfüge“)- dennoch erkannte ich mehr und mehr, dass dahinter / hinter und in dem Leben und größeren Ganzen eine Kraft und ein Lebensfunke und ein größeres Bewusstsein / Geist steckt, für mich inzwischen der Urgrund des Lebens / der Existenz mit all dem, was in ihm steckt und was das ausmacht – die Worte sind nur eine Annäherung, können das ganze Geheimnis des Lebens und der Existenz nicht erfassen, und ich hatte verstanden, was die Menschen mit dem Begriff „Gott“ meinen, zumindest hatte ich meine Verbindung dazu – was ich im Grunde mit all dem sagen will: wie überaus wichtig für mich die Erkenntnis der „Unverfügbarkeit“ des Lebens bzw die „Annahme dessen was ist“ war – die Annahme bringt Weite, Leichtigkeit, Offenheit, Freude, Verbundenheit, Mitgefühl, auch Klarheit in vielen Aspekten oder Bereichen – und, was überaus wichtig war, ich konnte mich mit dem Leben anfreunden, wie es ist oder sich zeigt in jedem Moment – es gibt immer wieder Momente, in denen es gilt, alte auftauchende störende Muster, Gefühle, die Schwere bringen, widersprüchliche Gedanken, die Zweifel erzeugen, aktiv zu durchschauen (sie haben auch Lerninhalte) und anzunehmen, aber alles ist wesentlich leichter als früher – ja, das Leben ist unverfügbar, es geht seinen eigenen Weg, und doch ist dieser Weg ein ganz persönlicher, in dem das Leben mich begleitet – indem ich mich auf das Leben einlasse, verfügt das Leben über mich, aber nicht mehr „fremdbestimmt“, wie ich es früher empfunden habe, sondern verbunden mit mir als spürbarer Teil des Lebens, das mich in einer guten und sinnvollen Weise „führt“ – ich habe „Vertrauen“ in das Leben gewonnen und Vertrauen in mich, was ich früher gar nicht kannte – das schließt nicht aus, dass auch „Schlimmes“ geschehen könnte (ich gehöre mit über 70 und mit Krebshintergrund zur Risikogruppe), aber ich habe Zuversicht gewonnen, damit entsprechend umgehen zu können bzw. an neuen Umständen zu lernen / wachsen / reifen – es tat mir gut, das hier zusammengefasst zu schreiben, angeregt durch den Begriff „Unverfügbarkeit des Lebens“ – ich sagte immer „das was ist“, aber das kann auch verstanden werden als resignierend, schicksalsergeben, als ob man nichts mehr tun könnte oder wollte… „Unverfügbarkeit des Lebens“ drückt für mich gleichzeitig die Erkenntnis / Einsicht / Klarheit aus, dass dies so ist und dass es am besten ist, diese Einsicht in alle Wahrnehmungen einzubeziehen, es ergibt sich daraus eine besondere innere Haltung und gleichzeitig auch eine besondere Wertschätzung des Lebens im Bewusstsein größerer Zusammenhänge und auch des Geheimnisses oder Mysteriums darin – zumindest nehme ich das so wahr – ich danke dir für dieses Video und deine Worte