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Entdecke Deine Urwunde

10. April 2021

Vielleicht kennst Du die Erfahrung, ängstlich und unsicher zu sein, dem Leben nicht ganz zu trauen, mit belastenden Emotionen nur schwer umgehen zu können, körperliche Verspannungen zu haben...? Solche Erfahrungen können auf die Urwunde hinweisen, die die meisten von uns mit sich herumtragen. Diese Wunde entsteht in der frühen Kindheit, wenn wir nicht wirklich umsorgt werden, wenn uns nicht wirklich Mitgefühl und Liebe entgegengebracht werden, weil unsere Mutter und unser Vater vielleicht mit eigenen Problemen beschäftigt waren, selber verletzt waren und sich daher nicht mit ganzer Liebe Dir widmen konnten. So entsteht der Eindruck in dem Kind, dass es dem Leben nicht trauen kann, dass es gefährlich ist, sich selber hinzugeben. Dass es nicht "richtig" ist. Das ist der Beginn der Urwunde, die dazu führt, dass wir uns von unserem Urgrund entfernen und dafür ein Angst-Ich bilden, das uns von nun an helfen soll, der Gefahr des Kontrollverlustes und von Verletzungen zu entgehen. Es wird Zeit, dass wir uns mit dieser Wunde in unserem Leben beschäftigen. Darin steckt großes Heilungspotenzial. Schau gerne mein Video dazu an!


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  • Lieber David,

    beim dritten Anlauf konnte ich deine Botschaft doch noch hören.
    Ursprünglich dachte ich: Dieses Thema ist für dich nicht so wichtig. Die Auslöser für deine Probleme, die auf deine Kindheit zurückzuführen sind, kennst du, hast sie bearbeitet und längst Frieden mit ihnen geschlossen.
    Ich hatte eine sehr angstbesetzte Kindheit, aber ich wurde geliebt. Diese Liebe habe ich bisher dafür „verantwortlich“ gemacht, dass ich heilen durfte. Liebe ist das Wichtigste.

    Nun habe ich dein Video gesehen und erkannt, dass ich keineswegs schon am Ende meines Heilungsweges stehe, sondern mich immer noch abstrampele. Weniger glücklich macht mich diese Erkenntnis aber nicht, sondern sie bestärkt mich in der täglich neuen Erfahrung, wie wichtig mir die Anbindung an meinen Urgrund ist und dass ich Tag für Tag frische Chancen bekomme, mich wieder neu damit zu beschäftigen, ihn zu erspüren, mich getragen und eingebunden zu fühlen und zu vertrauen.
    Mein Weg ist wie alle menschlichen Wege holprig. Aber du hast mich darin bestärkt, dass ich ihn voller Vertrauen und trotz der Stolpersteine darauf auch gelassen weitergehen kann. Ich kann vertrauen! Ich darf vertrauen und ich soll vertrauen!

    Danke für die Tiefe deiner Gedanken, die immer neuen Aspekte und vor allem für dein Mutmachen!

    Liebe Grüße
    Rosmarie

  • Es freut mich, Rosmarie, dass es doch noch geklappt hat und Du zudem wichtige Aspekte für Dich gefunden hast. Unsere letzte Lektion in Vertrauen ist ohnehin erst der Augenblick des Todes… solange sind wir alle noch Übende, Probierende, Stolpernde, Siegende, Verzagte und Mutige… zu gehen ist die einzige Antwort.
    David

  • Lieber David,
    danke für dieses wieder einmal so ansprechende und nachdenklich machende Video. Ich hatte eine gute Kindheit und trotzdem gab es diesen sogenannten tiefen Bruch bei mir. Ich fühlte mich lange Zeit von nichts mehr getragen, obwohl ich ja irgendwie wohl trotzdem getragen wurde. Ich muss heute oft wieder an den Spruch denken
    „Immer wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her“. Ich kann seither (zumindest meistens 🙃) sehr viel achtsamer mit mir und auch anderen umgehen. Also auch die schlimmen Dinge haben positive Seiten. Ich versuche meinen Weg mit dem Vergangenen so positiv und gut wie möglich zu gehen….
    Liebe Grüße Petra

    • Liebe Petra, das sind doch alles ganz gut und hilfreiche Wege, die Du da für Dich beschreitest. Tiefes Urvertrauen lernen wir mit der Zeit, es ist ein Weg. David

  • Urwunde – große Resonanz – Tränen – letzter Gedanke gestern Abend – erste Gedanke heute Morgen – weitergehen.

    Die Frage nach dem „Huhn und dem Ei“ beschäftigt mich:
    Muss ich Vertrauen üben und meine Fülle suchen, damit die Urwunde anfangen kann zu heilen?
    Oder suche und formuliere ich meine Urverletzung, um sie anzunehmen und damit zu heilen, damit ich dann wieder Vertrauen entwickeln kann und auf meine Fülle zugreifen kann?

    • Wir gehen mit zwei Beinen. Es ist Heilung und Vertrauen, ein wenig Heilung schafft Vertrauen, ein wenig Vertrauen ebnet den Weg zu etwas mehr Heilung. David

  • Lieber Br. David,
    sicher gibt es in mir auch diese Urwunde … und auch wenn ich dieses Urvertrauen oft mir gegenüber spüre und ein tatsächlich fast grenzenloses GottVertrauen habe, doch der „Welt“ gegenüber ist es nicht ganz so einfach. Wieso tue ich mir so schwer mein GottVertrauen auch auf die Welt zu übertragen? HG Birgit

    • Liebe Birgit, wie meinst Du das, dass es mit dem Urvertrauen der Welt gegenüber nicht ganz so einfach ist?
      Der Welt würde ich auch kein Urvertrauen entgegenbringen – Urvertrauen ist nicht von dieser Welt. Urvertrauen ist in uns und hilft uns erst in dieser Welt zu leben.
      David

  • Mir kommen wirklich die Tränen.es ist so so wahr David. Viel Therapie und Ausbildungen….spät erkenne ich,es ist so vorsprachlich und kann nur innen im Gefühl geheilt werden….nicht mit dem Verstand

  • Lieber Br. David,
    als ich Deine Ausführungen hörte, standen mir die Tränen in den Augen.
    Eine behütete Kindheit hatte ich nicht. Statt liebevoller elterlicher Zuwendung erlebte ich das erste Lebensjahr in einem Kinderheim, weil meine kriegstraumatisierten Eltern mit schwerer Erkrankung beide in einer Klinik waren. In der Schule später gab es bisweilen handfeste Prügel. Im Religionsunterricht schlug uns der Pfarrer zur Strafe den Katechismus auf den Schädel, wenn wir bestimmte Glaubensinhalte nicht auswendig aufsagen konnten.
    In der damaligen Kirche erlebte ich den cholerischen, strafenden Richtergott. Gott als liebenden Urgrund, der in meiner Seele wohnt, habe ich damals nie erfahren.
    Auch diese Erfahrungen sind Teil meiner Urwunde. Deswegen könnte ich vor Wut schreien, wenn ich höre und lese, was die vatikanische Bonzokratie alles an Unsäglichkeiten veröffentlicht – wie beispielsweise das Segnungsverbot für homosexuelle Paare. Das ist neues schmerzhaftes Salz in meiner Urwunde und der vieler anderer Menschen.
    Heute beschäftige ich mich mit den Schriften von Teresa von Avila und Edith Stein und erhalte eine Ahnung vom liebenden Gott. Das erlebe ich allerdings lediglich auf der Kopfebene, kann es aber nicht im Herzen spüren. Ich denke und denke, kann es aber nicht fühlen….
    Das ist wohl der hohe Preis der beschriebenen Urwunde.
    Danke für Deine Ausführungen!
    Die Kirche bräuchte viel mehr solcher spiritueller Begleiter wie Du es bist.
    Bitte weiter so!
    Herzliche Grüße
    Manfred

    • Lieber Manfred, ich danke Dir für den ausführlichen Kommentar. Ich finde, dass Du die Körperlichkeit stärker in den Blick und isn Gefühl nehmen solltest. Und das heißt, Dir Zeit lassen beim Nachspüren. Frage Dich einfach mehrmals am Tag, was Du gerade in Deinem Körper spürst. Das ist ein kleiner Anfang, der aber die Grundlage ist, die Liebe nicht nur mit dem kopf zu verstehen udn zu erahnen, sondern auch zu fühle. Es grüßt Dich, david

  • Lieber David,
    danke für das Ansprechen dieses Themas, was mich seit gefühlte Ewigkeiten begleitet – zurück zum Urgrund aus der Urwunde heraus.
    Manchmal denke ich, es ist nicht nur die Kindheit (die nicht ganz einfach war), sondern es gehört tief zu mir und ich habe mir die Umstände/Krisen etc. zunächst unbewusst ausgesucht, um daraus zu lernen, mir zu vertrauen und dadurch dem Urgrund und Urvertrauen näher zu kommen. Früher dachte ich, ich müsste kämpfen oder bekämpfen, oder ich wäre ein Opfer der Umstände. Heute geht es mehr darum, mir die Dinge bewusst zu machen und mir zu vergeben, dass ich so streng und so urteilend mir selbst und Anderen gegenüber war, dass ich auch aus dieser Haltung heraus meinen fünf Kindern gegenüber nicht immer die liebevollste Mutter war. Ob die Urwunde je ganz heilt, bezweifle ich. Ich lerne, sie liebevoll anzunehmen. Dadurch wächst Vertrauen.

    • Liebe Lydie, wir sins alle auf dem Weg und sind alle irgendwie auch Verletzte, Gekränkte, Traumatisierte und mit der Urwunde Gezeichnete – auch als Eltern. Wir können oft gar nicht anders, als selber andere zu kränken und zu verwunden. Erst, wenn wir selber auf dem Weg sind, wenn wir beginenn, usnere Wunden zu heilen, kann der Teufelskreis in einen Lichtkreis verwandelt werden, kann die Weitergabe der Urwunde beendet werden. Gruß, David

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