Lebensfrömmigkeit

Man muss nicht an Gott glauben,
um an Gott zu glauben.
Man muss nicht beten,
nicht Mitglied einer Kirche sein,
kann nie einen Gottesdienst besucht
und den Namen Gott auch noch nie gehört haben. 

Man kann Jesus nicht kennen und Maria nicht.
Martin Luther ist unbekannt und all die anderen. 

Und doch kann jemand regelrecht fromm sein,
kann jemand zutiefst gläubig sein,
betend – auf seine eigene Weise
und hoffend und liebend. 

Wer sein Leben aufnimmt,
in sich aufnimmt,
wer die Welt studiert und meditiert,
der wird natürlich auf all die Boshaftigkeiten,
das Schreckliche stoßen. Ohne Zweifel. 

Doch wer auch das andere noch sehen kann,
der wird nicht drumherum kommen,
zu einer Lebensfrömmigkeit zu kommen,
der wird die Liebe entdecken,
das Wunder, das immer wieder passiert,
die Unermüdlichkeit, die vorhanden ist
und das Erstaunliche des Weges,
der niemals endet. 

DAVID





  • Petra Steiger sagt:

    Ein so mutmachender Text für alle…..