Sei herzlich gegrüßt zu diesem Sommerexerzitium. Vor Beginn dieser Woche am morgigen Montag möchte ich dir noch ein paar Hinweise und einführende Worte mitgeben. So kannst du das Beste aus diesen Tagen für dich machen.
Ich möchte dich herzlich zu diesem Sommerexerzitium begrüßen. Die Idee zu diesem Sommerkurs kam mir vor zwei Jahren. Ich hatte den Eindruck, dass es auch im spirituellen Leben etwas mehr Leichtigkeit braucht und daher sehr strikte Kurse gerade im Sommer nicht das sind, was gut für uns ist. So entstand die Idee des Sommerexerzitiums.
In diesem Jahr wenden wir uns der Natur zu und der Heiligkeit, die darin liegt und erfahren werden will. Wenn wir von Natur sprechen, denken wir schnell an Bäume, Blumen, Wald, vielleicht noch an Tiere. Ich möchte jedoch in diesem Kurs auf die Natur der Dinge schauen - auch auf die Natur von Bäumen, Wald und Tieren und auf unsere eigene Natur. Es geht also um einen erweiterten Naturbegriff, der letztlich auf das Wesen der Dinge schaut. Mit anderen Worten: Wir gehen der Frage nach, was die Grundstruktur des Lebens ist, welche Grundbestrebungen und Ströme es gibt, die durch alles fließen? Und darin steckt zugleich die Frage, was es ist, das alles miteinander verbindet, das Unzerstörbare.
Und um es noch einmal anders auszudrücken und damit auf den Punkt zu kommen: Es geht um die Elemente des Lebens. Elemente sind die nicht mehr teilbaren Stoffe, die wir aus der Chemie kennen. Vor der Chemie gab es eine etwas andere Vorstellung von Elementen. Man suchte nach etwas, aus dem sich alles ableiten und aus dem alles entstanden ist. Und so kam man schnell auf die vier Elemente: Feuer, Wasser, Luft und Erde. Die Chemie kann heute damit natürlich nichts mehr anfangen. Aber als spirituelle Menschen wissen wir, dass es über die reine Materie noch eine Ebene gibt, die gleichfalls bedeutsam ist und unser Leben zu bestimmen vermag.
Diese vier Elemente findest du nicht als Substanz, wohl aber als die vier Grundflüsse, Grundbewegungen und Aufgaben im Leben und zwar in allem, was Leben ist. In jedem Baum und jedem Menschen findest du das, was in dieser Vier-Elemente-Lehre das Wasser oder das Feuer bedeutet.
Und so möchte ich mit dir in den nächsten Tagen jedes einzelne Element in Ruhe betrachten. Du bekommst jeweils ein kurzes Video dazu, in dem ich dir das jeweilige Element vorstelle. Gerne kannst du weitere Infos dazu googlen. Aber es geht nicht darum, möglichst viele Informationen aufzunehmen, sondern Impulse für die Weiterarbeit zu erhalten. Und so möchte ich dich nach dem Video einladen, dir eine Übung auszusuchen, die ich dir im Anschluss vorstellen werde. Du findest sie unterhalb des Videos. Suche dir etwas aus, das dir gefällt und das dich interessiert.
Ich möchte dich sehr ermutigen, deine Erfahrung mit der Übung oder mit dem Element in den Kommentaren niederzuschreiben. Gerne darfst du auch Fragen stellen oder eigene Ergänzungen weitergeben. Ich kann dir versichern, dass diese Woche des Sommerexerzitiums umso intensiver wird, je mehr Teilnehmende schreiben und teilen.
Am Freitag dann bekommst du das letzte Impuls-Video. An diesem Tag geht es ausschließlich um die Übertragung auf den Menschen. Es geht um unsere Natur und darum, was in uns angelegt ist. Dazu nutze ich die klassische Vier-Temperamente-Lehre, die sehr gut zur Vier-Elemente-Lehre passt.
Was hat das alles mit Heiligkeit zu tun? Im Grunde suchen wir nach dem Einen im Vielen. Was ist es, was uns alle verbindet, was in jedem Menschen und jedem Lebewesen angelegt ist. Und das nenne ich einmal das Eine, oder das, was aus dem Einen entspringt. Nur Gott kann natürlich das Eine sein, denn alles andere ist Teil einer Differenzierung und alles, was differenziert ist, ist mindestens zwei. Die Eins ist völlig undifferenziert, weil sie eins ist.
Und so führen uns die Elemente, also die unteilbaren letzten Strukturen, hin auf das Eine selbst. Sie führen zum Heil und zur Heilung und damit zum Heiligen. Das Heilige ist nicht nur das, was unmittelbar auf Gott hinweist, wo uns ein heiliger Schauer ergreift und wir in frommer Haltung stillstehen. Das Heilige findest du überall - und ganz besonders in allem, was lebendig ist.
Zwar beziehe ich mich nicht explizit darauf, dass du in die Natur gehst und Blumen erforschst oder besondere Plätze, die eine heilige Ausstrahlung haben. Das heißt aber nicht, dass du nicht genau das tust. Die vier Elemente kannst du in jeder Pflanze finden und zwar nicht nur, weil Wasser in allen Pflanzen zu finden ist, sondern weil das, wofür das Wasser als Element steht, überall zu finden ist. Vielleicht sind die vier Elemente eine andere Form der Gaben des Heiligen Geistes, die nicht dann und wann einmal ausgeschüttet werden, sondern die in der Natur immanent sind.
Parallel zu diesem gemeinsamen Weg möchte ich dich zu einem weiteren Prozess einladen, der aber eher nebenher geschieht und erst am Ende stärker werden und dominieren wird. Diesen Prozess werde ich in einem zweiten Video erklären. Er wird dafür sorgen, dass du in dieser Woche deinen eigenen Weg gehst, der dich auf deinem ganz persönlich inspirieren wird.
Die Woche ist also einerseits gefüllt, aber das heißt nicht, dass du sehr viel Zeit investieren musst. Alles soll nebenher geschehen und zwar nicht, weil es nicht so wichtig ist, sondern weil alles, was wir zu konzentriert und zu angestrengend gestalten, einen weitaus weniger starken Eindruck auf unser Unbewusstes macht, als wenn wir im Entspannungsmodus arbeiten. Wer mühsam versucht einzuschlafen, dem wird es nicht gelingen. Erst, wenn du dich einfach darauf einlässt, wirst du einschlafen können. Und so ist es mit vielem, wo das Unbewusste wichtig ist. Daher empfehle ich dir, diese Woche mehr als sonst und ganz besonders bezogen auf das Sommerexerzitium im Entspannungsmodus zu durchleben. Dann kann es wirklich gelingen und du wirst eine reiche Woche erleben, die ohne Mühe geschieht.
