Leg bitte jetzt einmal alles zur Seite. Alles, was dein Leben beschäftigt, die Themen, deine Probleme, deine Sorgen, deine Ängste – leg alles zur Seite, nur für diesen Augenblick. All das, was du erlebt hast, das Gute, das Schöne, das Schwierige, das Problematische, auch das leg für einen Augenblick zur Seite.
Leg zur Seite, was du sonst in deinem Leben machst und was du tust, deine Rollen, all das, was dich ausmacht. Leg es zur Seite. Leg auch zur Seite, was gerade weltpolitisch passiert, das, was uns beängstigt und Sorgen macht. Auch das für diesen Augenblick. Lege es bitte zur Seite. All das legst du zur Seite für diesen Augenblick.
Was bleibt dann?
Ist das, was bleibt, spürbar? Nein, was bleibt dann wirklich? Wenn du das tust, kannst du vielleicht spüren, dass es dieses eine Feld ist, das ich das göttliche Feld nenne. Das ist diese geistige Qualität, dieses geistige Feld, das unreduzierbar bleibt. Es bleibt, weil es schon reduziert ist. Es lässt sich nicht teilen, weil es eins ist und immer bleibt. Das ist dieses geistige Feld, das göttliche Feld.
Ein Feld der bedingungslosen Zuwendung
Dieses Feld ist ein liebendes Feld. Es liebt jedoch nicht so, wie wir uns verlieben, wenn wir sagen: „Oh, das liebe ich, das mag ich gerne.“ Es hat nicht diese menschliche Emotionalität. Emotionen kommen und gehen, sie verschwinden oft schnell wieder. Auf sie kann man sich nicht verlassen. Diese göttliche Liebe kann zwar emotional sein, sie muss es aber nicht.
Es ist ein lebendes Feld, in dem wir alle mittendrin stehen. Jedem Menschen wendet sich dieses Feld in der gleichen Liebe zu.
- Egal, was der Mensch getan hat.
- Egal, was er plant.
- Egal, was für ein Mensch er ist oder du bist.
Dieses Feld wendet sich jedem Menschen in der gleichen Weise und mit der gleichen Intensität zu – mit der gleichen Liebe, der gleichen Freundlichkeit und der gleichen Unterstützung. Das, was wir als Unterschied erleben, hat nichts mit diesem Feld zu tun. Das Feld ist überall gleich. Der Unterschied liegt bei uns.
Die Entscheidung: Sich öffnen oder verschließen
Der einzige Unterschied besteht in der Frage: Lasse ich diese Liebe aktiv in mich hinein oder halte ich sie außen vor? Kann ich mich mit dieser göttlichen Liebe verbinden? Oder sage ich vielleicht: „Ja, kann sein, kann nicht sein, keine Ahnung“ und bleibe neutral?
Man kann der Liebe gegenüber nicht neutral sein. Man kann sich nur für sie öffnen oder sich vor ihr verschließen. Etwas anderes gibt es nicht. Neutralität ist in diesem Fall einfach eine andere Form von Ablehnung. Es gibt keine Neutralität in der Liebe. Es gibt nur das Ja oder das Nein.
Das begründet auch manche der harten Worte von Jesus. Man fragt sich manchmal: Warum gibt es da diesen Druck? Warum diese schroffe oder fordernde Art? Es liegt daran, dass es in dieser göttlichen Liebe kein „vielleicht“ oder „mal gucken“ oder „vielleicht später“ gibt. Das kann man eine Zeit lang machen, ja. Aber irgendwann gibt es nur noch das Ja oder das Nein. Alles Vorherige ist letztlich nur ein Versuch, verschont zu bleiben. Ein Versuch, zu verhindern, dass wir von dieser Liebe und diesem Feld in Dienst genommen werden.
Worum geht es eigentlich?
Es geht darum, dass wir von diesem geistigen Feld geführt werden, dass es uns in Bewegung bringt in dieser Welt. Mit allem, was du tust und was du denkst, öffnest du dich oder du verschließt dich. Wir alle tun Dinge, mit denen wir uns vor dieser göttlichen Liebe und diesem Kraftfeld verschließen.
Eine Qualität, die jede Zelle durchdringt
Wenn ich von einem Feld spreche, meine ich das nicht physikalisch. Ich gehe nicht von der Quantenphysik oder etwas Ähnlichem aus und möchte keine physikalische Ebene hineinbringen. Für mich ist „Feld“ schlicht die beste Beschreibung für die göttliche Präsenz in unserer Wirklichkeit.
Alles, was du tust, öffnet oder verschließt dich dafür. Jeder Mensch tut Dinge, durch die er sich verschließt. Das bleibt gar nicht aus. Es ist auch nicht schlimm, solange du grundsätzlich offen bleibst und den Weg der Öffnung gehst. Es geht darum, dieses Kraftfeld in dich aufzunehmen – und zwar nicht nur im Kopf. Das wäre viel zu wenig.
Es geht um jede deiner Zellen. Jede Zelle soll sich für dieses Kraftfeld öffnen. Deshalb ist es auch eine körperliche Sache. Das Feld ist geistig, aber es wirkt in jeder Zelle, weil auch jede Zelle etwas Geistiges hat.
Wie kannst du dich bewusst öffnen?
Du kannst sehr bewusst etwas für deine Öffnung tun. Hier sind einige Beispiele:
- Alles, was du an wirklich guten, selbstlosen Dingen tust.
- Jeder positive Gedanke.
- Jede Freundlichkeit, die du verschenkst.
- Das Lesen in der Bibel, im Koran oder der Bhagavad Gita.
- Musik, Rituale oder Gottesdienste.
All das kann dazu beitragen, dich für dieses göttliche Feld zu öffnen, damit du ganz und gar hineingenommen wirst.
Eine lebenslange Aufgabe
Dies ist eine lebenslange Aufgabe, die niemals endet. In unserem ganzen Leben geht es darum, dieses geistige Feld in uns aufzunehmen, uns als Teil dieses Feldes zu verstehen und uns von seiner Dynamik führen zu lassen.
Das bedeutet nicht „mein Wille geschehe“, sondern „dein Wille geschehe“. Ich lasse mich in Dienst nehmen. Ich bin ein geführter Mensch, geleitet von dieser Energie und Kraft. Das ist kein moralischer Anspruch. Du musst das nicht tun, um wertvoll zu sein. Nein, es ist ein Feld der Liebe und der Freiheit. Du musst die Liebe nicht in dich aufnehmen, um auf dieser Welt zu leben. Du bist frei.
Aber wenn du etwas in dieser Welt verändern möchtest, wenn du deinen Beitrag zum Werden dieser Schöpfung leisten willst, dann wirst du dich diesem Feld überlassen müssen. Jegliche Heilung entsteht aus diesem Feld. Die Offenheit für dieses Feld nennt man Glaube. Jesus sagte einmal zu einer Frau: „Geh, dein Glaube hat dir geholfen.“ Deine Offenheit für dieses Feld hat dir geholfen, weil dieses Feld es ist, das überhaupt heilt.
Der Klang der Stille
Jeder muss seinen Weg finden: Was öffnet mich für dieses geistige Feld? Eine Sache ist dabei ganz wichtig, um tiefer einzudringen: die Stille.
Wie ich am Anfang sagte: Lege alles zur Seite und sei in der Stille präsent in dieser Welt. Sei nicht mit deinen persönlichen Themen, deinem Vorleben oder deinen Rollen beschäftigt. Schwinge dich stattdessen auf dieses Feld ein. Es ist so grundlegend, dass es oft hinter den Sorgen und Problemen dieser Welt verschwindet.
Es gibt viele geistige Felder – eine Familie hat eines, jeder Mensch ist ein Feld. Wir leben in einem System von Feldern im Feld. Deshalb übersehen oder überhören wir das göttliche Feld oft. Schweigen ist deshalb so wichtig. Das persönliche Zurseitelegen ist wichtig, weil du dann den Klang hören kannst.
Dieses Feld klingt. Wir können es nicht mit den physischen Ohren hören, aber mit unserem inneren Ohr können wir diesen feinen, verschwiegenen Klang wahrnehmen. Er ist hell, licht, freundlich und herzerfüllend. Wenn du damit in Resonanz gehst und mitschwingst, wirst du durch das Feld in dieser Welt geführt.

