Energetisches Feld reinigen: 5 Tipps für mehr Klarheit & Liebe

30. Mai 2026

Wie du dein energetisches Feld reinigst oder reinhältst, ist eine ganz wichtige Aufgabe im Leben – und im spirituellen Leben ganz besonders. Jeder von uns hat ein solches Feld. Ich spreche hier manchmal auch von einem göttlichen Feld. Der Mensch hat ein Feld. Jeder Mensch besitzt ein solches energetisches Feld.

Du spürst dieses Feld, wenn du in der Nähe eines Menschen bist, der vielleicht ein besonders starkes Feld hat. Wir spüren Anziehung, wir spüren Ablehnung. Wir spüren: Oh, ich muss mich schützen. Oder es werden uns andere Dinge bewusst, wenn wir in der Nähe eines Menschen sind. Das geht sehr schnell, sehr rasch. Wir spüren das ganz intuitiv. Jeder Mensch hat so ein energetisches Feld um sich, und dieses Feld ist in seiner Qualität und in seiner Güte sehr, sehr unterschiedlich.

Unser Ziel sollte es natürlich sein, ein energetisches Feld zu haben, das aus Liebe geboren ist, das pure, reine Liebe darstellt. Klar und rein wie ein Bergsee. So klar und rein werden es die meisten von uns – mich inbegriffen – gar nicht hinbekommen. Das ist vielleicht nur ganz wenigen Menschen vorbehalten. Aber das heißt nicht, dass wir uns nicht ganz besonders darum bemühen können, unser energetisches Feld mit so viel Liebe auszustatten wie möglich.

Dafür müssen wir dafür sorgen, dass es wenig Verschmutzung beinhaltet. Damit sind Verunreinigungen gemeint, die da sind. Besondere emotionale Empfindungen wie Wut oder Angst sind Dinge, die unser energetisches Feld verunreinigen. Ich meine das jetzt nicht moralisch im Sinne von: Das darf nicht sein. Es ist einfach ein Phänomen, das da ist. In der Nähe von Menschen, die wütend sind, hältst du dich wahrscheinlich auch nicht gerne auf. Das ist einfach so. Wer will schon mit einem wütenden Menschen zusammen sein? Manchmal ist es trotzdem so, aber eigentlich möchten wir das nicht. Mit einem liebenden Menschen hingegen, der allgemein liebt, also in der Liebe ist, mit dem wollen wir natürlich sehr wohl zusammen sein und uns in dessen Nähe aufhalten.

Deswegen geht es hier nicht um Moral im Sinne von: Wut darf man nicht. Darauf komme ich gleich noch. Sondern es geht ganz einfach darum, dass dein energetisches Feld Pflege und Fürsorge braucht. Du solltest es nicht einfach nur so da sein lassen. Das ist ein Teil von Spiritualität: dass du Verantwortung übernehmst für dein energetisches Feld. Nur so kann man letztlich Spiritualität auch verstehen. Alles, was wir in der Spiritualität tun, führt dazu und will dazu hinführen, dass unser energetisches Feld klar, rein und aus der Liebe geboren ist.

Was kannst du also tun? Was kannst du ganz persönlich tun, um dein energetisches Feld rein, sauber und klar zu halten?


1. Den Geist sammeln

Meine erste Empfehlung ist: Versuche, deinen Geist zu sammeln. Ein umherwandernder Geist, der mal dies und jenes denkt, mal Gutes, mal Negatives – alles Mögliche, was gerade in den Kopf kommt –, der kann nicht zu einem klaren, schönen und zentrierten energetischen Feld führen. Wie soll das möglich sein?

Es ist gut, wenn es dir gelingt, deinen Geist zu sammeln. In der Meditation übt man das. Aber auch wenn du dich innerlich auf das göttliche Licht ausrichtest, ist das schon eine Form der Sammlung deines Geistes. Es kann dir helfen, konzentrierter und gesammelter zu sein, damit du nicht diesen umherwandernden Geist hast, der dich durcheinanderbringt und dich mal dies, mal jenes spüren und wahrnehmen lässt.

Versuche, dich mit diesem göttlichen Licht zu verbinden. Du kannst es dir auch ein ganz klein wenig vor deinem inneren Auge vorstellen. Du musst das, was du dann siehst, gar nicht absolut ins Zentrum stellen. Es soll dir einfach eine Hilfe und eine Strukturierung geben, um deinen Geist auszurichten. Das kann dir in ganz vielen Situationen helfen – wenn du unterwegs bist, wenn du beim Einkaufen bist oder mit Freunden zusammen. Es hilft dir, gesammelt zu bleiben und den Geist nicht umherwandern zu lassen.


2. Liebevolle Gedanken und Haltungen pflegen

Daraus folgt im Grunde direkt der zweite Schritt: Es ist wichtig, sich um liebevolle Gedanken und Haltungen zu bemühen. Versuche, Gutes zu denken. Ich weiß, dass das nicht einfach ist. Das fällt mir auch nicht ganz leicht.

Sehr oft ist es so, dass wir meinen zu wissen, warum das Gegenüber etwas getan hat. Wir vermuten meistens Motive dahinter. Und das sind ja oft gar nicht mal positive, sondern negative Motive. Das kann zu ganz unguten Haltungen führen. Versuche, insgesamt zu einer vielleicht erstmal neutralen, beobachtenden Position zu kommen – und dann zu einer freundlichen. Sei freundlich den Menschen gegenüber. Sei freundlich auch dir selbst gegenüber. Das ist ebenfalls wichtig. Es wird oft vergessen, dass du die liebevollen Gedanken und die liebevolle Haltung natürlich auch gegenüber dir selbst einnehmen musst. Das ist sehr wichtig.

Versuche also, negative Gedanken durch positive zu ersetzen. Ich habe mal eine Übung im Rahmen eines Seminars gemacht. Dabei ging es darum, immer wieder zu gucken: Was denke ich gerade? Und dem wurde gegenübergestellt: Was möchte ich am liebsten denken? Das war ganz erstaunlich, weil es mir half, stärker in das hineinzukommen, was ich lieber denken möchte.

Du kannst das selbst mal ausprobieren: Was denkst du normalerweise, was dir gerade auffällt? Und gibt es eine Alternative dazu, von der du denkst, dass sie dienlicher, hilfreicher und liebevoller wäre? Allein durch diese Gegenüberstellung wirst du spüren, dass sich etwas in dir verändert, wenn du das längere Zeit machst. Pflege also liebevolle Gedanken und Haltungen.


3. Radikale Ehrlichkeit zu sich selbst

Wenn wir uns darauf konzentrieren, den Geist zu sammeln und liebevolle Gedanken zu pflegen, kann das dazu führen, dass wir uns dazu zwingen, etwas zu spüren oder wahrzunehmen, was wir eigentlich gar nicht spüren. Deshalb kommt jetzt ein sehr wichtiger Bereich: Du musst ehrlich sein.

Ehrlich sein heißt: Wenn du wütend bist, bist du wütend. Das ist erstmal so. Das ist grundsätzlich auch nicht falsch. Manchmal braucht man auch etwas Wut, um Grenzen zu setzen und um Klarheit zu schaffen, wenn man danach wieder zurückkommt. Für den Augenblick kann das mal wichtig sein. Es ist also wichtig, dir zuzugestehen, wie es gerade bei dir aussieht. Du solltest das nicht wegdrücken oder ablehnen, nur weil es dein energetisches Feld verunreinigt.

Unehrlichkeit ist eigentlich das Schlimmste, was du dir antun kannst. Es ist besser, Wut, Angst und Ärger zu spüren, als unehrlich zu sein. Die Art und Weise, wie du dann mit der Wut, dem Ärger und der Angst umgehst, kann dann wieder dazu führen, dass dein energetisches Feld klar und rein wird – oder zumindest reiner. Es geht also nicht darum zu meinen, das alles dürfe man nicht mehr spüren oder nicht mehr so sagen. Es geht darum, ehrlich zu sein: Das ist jetzt passiert. Ah ja, interessant. Und wie gehe ich jetzt damit um? Das ist wichtig.


4. Präsenz im Körper

Das nächste ist die Präsenz im Körper. Das energetische Feld ist nicht nur etwas Mentales, was ich mir hier im Kopf vorstelle, oder reines Bewusstsein. Das ist es auch, aber es wird auch durch die Art und Weise, wie du im Kontakt mit deinem Körper bist, gestärkt oder geschwächt.

Ich habe vor vielen Jahren mal neben einem jungen Mann gesessen, der eine unglaublich starke Ausstrahlung hatte. Die spürte man durch seinen Körper, und ich spürte es auf meinem eigenen Körper. Das war ganz intensiv. Die Präsenz im Körper ist ja die Präsenz im Hier und Jetzt. Auch das ist ein wichtiger Aspekt: Wer sozusagen immer in der Vergangenheit und in der Zukunft ist, ist nicht hier. Dein energetisches Feld ist immer jetzt und hier. Es kann nie woanders sein.

Wenn du deine Präsenz im Körper stärkst, bist du hier und jetzt. Damit gibst du deinem energetischen Feld die Möglichkeit, wirklich durch dich hindurchzustrahlen, um andere zu bereichern, zu beschenken und zu unterstützen.


5. Verbundenheit mit dem Göttlichen

Der nächste Punkt, der mir wichtig ist, ist die Verbundenheit mit Gott, mit dem Göttlichen, mit der Quelle der Liebe. Dieses energetische Feld kann sich natürlich aus dir selbst allein speisen. Das kann anstrengend sein. Richtig stark wird es aber, wenn es angebunden ist an die ewige Quelle, an das ewige Feld.

Um diese Begrifflichkeit, dieses Bild noch mal aufzugreifen: Das göttliche Feld verbindet sich sozusagen mit deinem – oder umgedreht: Dein Feld verbindet sich mit dem Göttlichen. Dann bekommt es eine ganz besondere Kraft und eine wirkliche Ausstrahlung. Es kann Menschen bereichern, nähren und unterstützen, ohne dass es für dich anstrengend wird. Du bringst das Göttliche in diese Welt hinein. Das ist eine Form von Inkarnation. Es ist vielleicht das Stärkste.

Dafür ist es wichtig – und da beißt sich ein wenig die Katze in den Schwanz –, all das zu lassen, was diese göttliche Kraft daran hindert, durch dich hindurchzufließen. Dazu gehört Vertrauen. Dazu gehört Offenheit. Dazu gehört die Bereitschaft zu verzeihen, sich jeglicher Empörtheit zu entledigen (die nie gut ist), Klarheit zu schaffen und Freundlichkeit zu leben. All das, was ich im Grunde schon genannt habe, verstärkt und gibt dir die Möglichkeit, in diese Verbundenheit mit dem Göttlichen zu kommen.


6. Vergebung

Ich habe es eben schon gesagt: Vergebung ist wichtig. Vergeben schenkt dir selbst die Möglichkeit, dein energetisches Feld in dieser Welt stark zu machen. Es ist ein Geschenk an dich selber.

Wenn du jemandem noch grollst oder wenn da noch ein Vorwurf ist – so berechtigt er auch sein mag –, dann bleibt etwas zurück. Dein energetisches Feld wird dadurch geschwächt. Vergebung bewirkt das Gegenteil. Aber auch hier gilt: Ehrlichkeit. Man kann nicht einfach mal so vergeben. Manchmal braucht man einfach Zeit, und die muss man sich geben. Das ist wichtig. Übe keinen Druck auf dich selbst aus, aber sieh trotzdem, was wichtig ist.


7. Grenzen setzen und Entscheidungen treffen

Ein letzter wichtiger Aspekt ist das Grenzen-Setzen. Grenzen-Setzen heißt: Womit beziehungsweise wem begegnest du? Sind das Menschen, die dich energetisch stärken, oder saugen sie dir etwas ab? Es kann immer noch sein, dass du sagst: Ich bin bereit dazu, das ist okay. Aber es kann auch sein, dass du sagst: Dieser Mensch tut mir nicht gut. Dann wird es Zeit zu überlegen, wie du damit umgehst.

Was schaust du dir an? Was guckst du? Was liest du? Was kaufst du? Was isst du? All das hat mit Grenzen-Setzen zu tun. Es bedeutet, Entscheidungen zu fällen. Das ist damit gemeint. Nehme das in dich auf, was gut für dich ist, was dein energetisches Feld stärkt. Und lasse das, was es schwächt oder was es eintrübt.

Das sind ein paar Gedanken dazu. Man könnte noch vieles anfügen oder hinzufügen, viel mehr. Aber es soll nicht so lang werden. Es reicht fürs Erste, wenn du davon einiges umsetzt, damit auch dein energetisches Feld in und für diese Welt klar und rein wird. Denn so bringst du das Göttliche in diese Welt oder machst es spürbar. So dienst du dieser Welt auf eine ganz stille Art und Weise durch dein Sein. Und das wäre doch etwas ganz Wunderbares.


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