Neuanfang gefällig? 6 Wege um aus der Lebenssackgasse herauszukommen

11. Mai 2024

Es gibt Augenblicke im Leben, da scheint nichts mehr zu funktionieren. Irgendwie steckt man fest. Es geht einfach nicht weiter, immer dieselbe Leier, immer dieselben Probleme, jeden Tag dasselbe, und nichts tut sich. Keine Entwicklung, keine Veränderung, kein Fortschritt. So wird das Leben langsam zur Eintönigkeit, und der Frust beginnt. Wie kommt es dazu? Warum stecken wir manchmal im Leben fest?


Hab Geduld!

Nun, es kann tatsächlich sein, dass du noch Zeit brauchst, dass du vielleicht zu ungeduldig bist. Manches braucht einfach Zeit zur Reifung und zur Entfaltung. Du kannst nichts beschleunigen und durch Druckaufbau meinen, dafür sorgen zu können, dass du schneller vorankommst. Du bist ein Lebewesen und keine Maschine oder ein Computer. Bei dir kann man keine Festplatte oder eine Platine austauschen und dann sehen, wie alles schneller geht. Wenn es um das Leben geht, dann sind viele Prozesse einfach anders als in der Technik. Das Wachstum von Gras wird ja auch nicht dadurch beschleunigt, dass du daran ziehst. Es braucht seine Zeit.


Stellst du die richtige Frage?

Nicht weiterzukommen kann aber auch daran liegen, dass du der eigentlichen Frage in deinem Leben ausweichst. Du konzentrierst dich auf eine Frage, die das Leben gar nicht stellt, damit du die eigentliche Frage nicht beantworten musst. Das kann bei wichtigen Themen im Leben vorkommen. Du fragst dich, ob ein Jobwechsel in deinem Leben etwas verändern würde, und kannst dich nicht dazu durchringen. Und diese Frage stellst du, weil du die eigentliche Frage deiner Beziehung nicht stellen möchtest, denn die würde ganz andere Konsequenzen fordern. Da ist es doch kein Wunder, wenn du nicht vorankommst. Solche Verschiebungen des Problems auf weniger brisante Themen machen wir sehr gerne. Aber es hilft dir nicht, und irgendwann wirst du dich doch den eigentlichen Fragen stellen müssen, und dann kann es sein, dass diese Fragen völlig unerwartet und in großer Härte in dein Leben einbrechen. Sei also besser jetzt mutig, bevor das Problem mutig wird.


Bekommst du, was du brauchst?

Um weiterzukommen, solltest du auch deine Bedürfnisse im Blick behalten. Bekommst du alles, was du zum Leben brauchst? Und das ist natürlich nicht nur Essen und Trinken. Jeder von uns braucht auch Anerkennung, Zuwendung, Beziehung, in welchem Ausmaß auch immer. Wenn du weiterkommen möchtest, dann musst du wie ein guter Gärtner sein und den Garten deines Lebens gut bewirtschaften. Du wirst für Sonne und Wärme sorgen, wie du für Wasser und Dünger sorgst. Du wirst vor Sturm und Gewitter schützen, damit alles gedeihen kann. Ansonsten entsteht Chaos oder alles vergeht. Kümmerst du dich also gut um dich und um dein Leben?


Und immer wieder: Trauma!

Ein großes Thema bei der Erfahrung, festzusitzen, ist natürlich auch ein Trauma. Vielleicht erst einmal zur Klärung, weil Trauma immer gleich nach Missbrauch, Gewalterfahrung und Misshandlung klingt. Es mag sein, dass du das nicht erlebt hast - aber Trauma kann auch sein, wenn du vernachlässigt wurdest, wenn du dauerhaft nicht in deiner Einzigartigkeit gesehen und gefördert wurdest. Ein Trauma kann auch entstehen, wenn dein Hund eingeschläfert wurde und du dich nicht verabschieden konntest. Für manche ist der Spitzname in der Schule, der gemein und verletzend war, ein Trauma. Selbst wenn du von einer Geschichte hörst, wie jemand gelitten hat und Schlimmstes durchmachen musste, selbst das Anhören einer solchen Geschichte kann zu einem Trauma werden. Ich sage dir das, damit du nicht gleich abwinkst nach dem Motto: "Ich hatte eine tolle Kindheit, mir wurde nichts angetan." Hoffentlich war es so, aber schau bitte genauer hin. Ein Trauma zu haben, ist meines Erachtens etwas, das sehr viele Menschen miteinander teilen. Das nicht für dich zu erkennen, führt zu einem Leiden, das nicht sein muss.

Und damit sind wir auch schon dabei, warum ein Trauma dafür sorgt, dass wir nicht weiterkommen: Wenn wir das Trauma gar nicht als solches erkennen und uns Unterstützung holen. Aber auch, wenn ich mir dessen bewusst bin, was ich erlebt habe, kann das Trauma immer noch dafür sorgen, nicht weiterzukommen. Ja, es ist eigentlich sogar die Grunddynamik eines jeden Traumas. Warum? Weil Trauma uns immer in der Vergangenheit hält, wir reagieren immer noch so, wie wir mal reagiert haben. Und genau da musst du raus, um dein Trauma zu überwinden. Die alte Geschichte muss in der Vergangenheit bleiben können, und du brauchst neue Formen der Reaktion, die angemessen sind und sich nicht mehr aus alten Geschichten speisen.


Niemand lebt im rechten Winkel!

Und schließlich noch dies, bevor ich dir ein paar Hinweise gebe, was du tun kannst, um endlich weiter zu kommen: Das Leben verläuft nicht linear, sondern es sprießt mal hier, mal da, es entwickelt sich scheinbar chaotisch, findet seinen eigenen Weg. Du kannst das bei jeder Blume beobachten, die auf deinem Fensterbrett steht. Keine Blume kennt den rechten Winkel, und keine Blume wächst exakt gerade nach oben. Das nennt sich Leben, das nennt sich Natur - und du bist ein Teil davon, wie jeder Grashalm.


Was dir helfen kann...

So nun aber zur Frage, was du tun kannst, um deinem Leben wieder mehr Fahrt zu geben und weiter zu kommen. Und es sind gar nicht immer die großen Übungen, die man nur unter Anleitung eines sehr erfahrenen und zertifizierten Practitioner machen darf, sondern manchmal reichen schon kleine Dinge, die du neu in deinen Alltag einführen kannst, die die Blockade lösen und dafür sorgen, dass es auch für dich weitergeht.


Tag der Stille

Ich kann dir zum Beispiel empfehlen, dir einen Tag der Stille zu gönnen. Und diesen Tag machst du am besten auch nicht zu Hause, sondern fährst dafür in ein Kloster oder Meditationszentrum. Gönne dir die Ruhe und diesen besonderen Raum, der entsteht, wenn du aufhörst zu sprechen und aufhörst anderen zuzuhören. Du bist einfach nur für dich da. Ja, klar, die Gedanken werden kommen - dann schreib sie nieder, das kann schon helfen, um noch mehr Ruhe zu finden. Beginne vielleicht zu beten, zu meditieren, sprich mit den Bäumen, versuche auf eine nächste Tiefe zu kommen.


Pilgerfahrt

Früher bin ich regelmäßig zu einer kleinen kontemplativen Gemeinschaft von Frauen gefahren und habe dort einfach gebetet. Das hat mir immer sehr gut getan, da der Ort auch eine wunderbare Atmosphäre hat. Nun ist der Ort für mich zu weit weg, die An- und Abfahrt wird mir zu anstrengend. Aber ich habe jede Minute dort genossen. Das bringt mich zu einer anderen Idee: Mach eine kleine Pilgerfahrt. Das kann, muss aber nicht zu einem klassischen Pilger- oder Wallfahrtsort gehen. Es kann auch eine besondere Landschaft sein, die du besuchst, ein See, ein Berg, das Meer oder was auch immer. Aber fahre nicht einfach nur hin, sondern gestalte diesen Weg und deinen Aufenthalt, damit es wirklich zu einer Pilgerreise oder zu einer Pilgerfahrt wird.


Mach etwas anders!

Überhaupt kann sich viel im Leben verändern, wenn du beginnst, etwas zu verändern. Mach etwas anders. Ich habe jetzt meinen Friseur gewechselt, und ich habe gemerkt, dass mir das gar nicht leicht fiel und dass es etwas bedeutet hat. Selbst also eine solche kleine Veränderung im Leben kann etwas auslösen und Fragen aufwerfen, die spannend zu erkunden sind. Überlege also einmal, was du anders machen kannst oder womit du aufhören könntest oder aber auch, was du intensiver tun könntest. Vielleicht ist die Zeit deiner Meditation inzwischen zu kurz, vielleicht brauchst du mal wieder ein gutes spirituelles Buch? Vielleicht solltest du morgens früher aufstehen oder abends früher ins Bett gehen? Vielleicht solltest du beginnen, Gedichte zu schreiben? Vielleicht brauchst du ein neues Hobby oder solltest ein altes wieder aufleben lassen? Du glaubst nicht, was alles in deinem Leben berührt wird, wenn du beginnst, auch nur kleine Dinge zu verändern!


Beginne zu beten!

Eine Änderung in deinem Leben kann auch das Gebet sein. Wieder beginnen zu beten oder es überhaupt zum ersten Mal zu wagen, betende Worte in den Mund zu nehmen, das kann sehr viel verändern. Bitte darum, dass es weitergeht in deinem Leben. Aber wenn ich dir empfehle, darum zu bitten, dann nicht nur aus Höflichkeit, weil man eben Bitte sagt. Du solltest dir wirklich bewusst sein, dass du nur bitten kannst, dass du im besten Sinne ein Bittsteller bist. Es braucht diese Haltung, die wir eigentlich meistens nicht mögen, aber die den Unterschied im Gebet ausmacht.


Sei ehrlich zu dir selbst!

Und jetzt wird es etwas schwieriger, denn das, was ich dir jetzt empfehlen möchte, erfordert sehr viel Mut von dir. Beginne ehrlich zu dir selbst zu sein. Wir machen uns so viel vor, wollen unser Leben durch eine ganz bestimmte Brille sehen, wollen gut dastehen - nicht nur bei anderen, sondern auch bei uns selbst. Und so kehren wir unseren Dreck gerne unter den Teppich, wir belügen uns selbst. Nirgendwo wird mehr gelogen als im Bereich von Spiritualität und Sexualität - und nirgendwo sind Doppelbödigkeit, Lüge und Heuchelei mehr anwesend, als dort. Sei also in deinen Themen, welche es auch sein mögen, ehrlich zu dir. Das Programm der Anonymen Alkoholiker beginnt ja genau damit, dass man sagt, was ist. Dass man Alkoholiker ist und das auch öffentlich so sagt. Erst, wenn man dazu bereit ist, kann es weitergehen. Und das trifft selbstverständlich nicht nur beim Alkohol zu, sondern bei allen Süchten, auch solchen, die nicht stoffgebunden sind. Und es trifft überhaupt im Leben zu. Sei ehrlich zu dir, sieh genau hin, wie es um dich steht. Mach dich nicht schlechter, als du bist, und hebe dich auch nicht unnötig auf den Podest. Stelle ehrlich fest, wie es um dich steht. Ehrlichkeit zu sich selbst ist ein mächtiger Motor für weitere Entwicklung.


Ändere deine Lebensumstände!

Manchmal reicht aber auch das nicht, sondern es braucht auch eine äußere Veränderung. Vielleicht wird es Zeit, an deinen Lebensumständen etwas zu verändern. Eine neue Stadt? Eine neue Wohnung? Neuer Job? Ja, und vielleicht ist auch der Mensch an deiner Seite nicht mehr der Richtige? Wer weiß, das alles kann sein - muss natürlich nicht. Gibt es in deinem Lebensumfeld etwas, das dringend nach Veränderung und Wandel schreit? Wenn ja, dann beginne daran zu arbeiten. Manchmal kann man das übrigens feststellen, wenn man auf die eigenen Träume schaut, und zwar nicht nur die Nachtträume, sondern auch die Tagträume. In den Tagträumen, die ja viel bewusster sind als die nächtlichen Träume, zeigen sich uns unsere Sehnsüchte. Und in den nächtlichen Träumen spricht unser Unbewusstes mit uns und zeigt uns, was gerade wichtig ist. Darauf zu achten, kann dir sehr viele Informationen und Hinweise geben, die du für die Gestaltung und Entwicklung deines Lebens nutzen solltest.


Lerne mit Belastungen umzugehen!

Und dann noch dieser Hinweis von mir: Es ist wichtig, dass du lernst, mit Belastungen umzugehen. Und damit meine ich nicht "Augen zu und durch", oder die Zähne zusammenzubeißen. Es heißt für mich, dass du lernen solltest, deine Ängste und Sorgen zu regulieren. Ehrlich gesagt, ist mir dieser Punkt selber erst vor ein paar Jahren klar geworden. Erst seitdem ich mich mit dem Thema Trauma und Spiritualität beschäftige, wird mir immer deutlicher bewusst, wie sehr wir oft unter Stress stehen. Es gibt inzwischen so viele Möglichkeiten, sich selbst zu unterstützen und das Nervensystem zu beruhigen, damit wir klarer im Kopf werden und wieder Entscheidungen treffen können, die nicht aus emotionalem Stress entstanden sind.

korrigiertes Transskript


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