3. Oktober 2022

Letztlich,
ja wirklich,
letztlich wirst Du Deinen eigenen Weg gehen.
Und alle Wege führen in die Einsamkeit.

Du machst Erfahrungen, wie niemand zuvor.
Du glaubst, wie keine andere.
Du denkst, wie nur Du denkst.

Und Du bist verantwortlich
für Dich allein.
Und kannst die Verantwortung
auch nicht abgeben.

So ist es,
so sind unsere Wege,
sie führen in die Einsamkeit.

Sie führen auf den Alleinweg,
den Weg, auf dem man nichts mehr teilen kann,
den Weg, wo es keine Worte mehr gibt,
den Weg, den niemand verstehen kann.

Und doch,
und doch,
bist Du nicht allein.

DAVID





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  • In meiner Lieblingsjahreszeit kommen auch mir verstärkt Gedanken zum Werden und Vergehen und zum eigenen Weg, der zusehends einsam zu gehen ist…Die herbstliche Fülle, die wunderbaren, fast explodierenden warmen und harmonischen Farben der Natur und die Stille lassen mich dennoch verbunden fühlen, als Teil vom Ganzen…Ich muß es mir nur immer wieder bewußt machen, mich erinnern….dabei hilft mir Deine Poesie…Danke ♡

    • Und wo ich Deinen schönen Kommentar gerade lese: Vielleicht braucht erfüllte Schönheit auf Erden immer auch etwas Vergänglichkeit in sich. Vielleicht macht das den Herbst so schön… David

  • Lieber David,
    danke für deinen Text.Der Herbst ist ja gerade diese Zeit, in der mir beides besonders bewusst wird.Die Einsamkeit.Und das Verbundensein in Allem.
    ES tut gut, solche Empfindungen teilen zu können.
    Danke.

  • Alleinweg. Was für ein schönes Wort. Erschreckend und faszinierend zugleich. Vor vielen Jahren war ich im dichten Nebel am Strand einer Nordseeinsel. Du hörst irgendwo das Meer, andere Spaziergänger, aber Du siehst sie nicht, und verlierst sehr schnell die Orientierung. So ist das vielleicht auch auf dem Alleinweg. Danke Dir sehr für dieses Gedicht.

  • Love it! Danke, David!
    Je gewagter der Weg, desto grösser die Einsamkeit. Oder, je grösser der Weg desto gewagter die Einsamkeit?
    “Und doch ist Einer, der dieses Fallen (wenn es denn ein Fallen ist) unendlich sanft in seinen Händen hält”, wie Rilke so schön
    beschreibt am Ende seines Herbst-Gedichtes.

    • Rilke ist ein guter Begleuter für Menschen, die einen solchen Weg gehen. Niemand hat tröstendere und eröffnendere Worte je gesprochen, denke ich manchmal. David

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