Fühlst Du Dich einsam? Wie Spiritualität Dir helfen kann

15. April 2023

Einsamkeit ist inzwischen in der Politik zu einem Top-Thema geworden. In Großbritannien gibt es eine eigene Stelle in der Regierung, die sich nur mit diesem Thema beschäftigt und entsprechende Empfehlungen und Hinweise an die Regierung weitergibt.
Aber im Grunde muss man sagen, dass Einsamkeit immer schon ein großes Thema war und die Menschheit seit Beginn begleitet. Denn in unseren Genen steckt ja immer noch die Überzeugung, dass wir sterben werden, wenn wir alleine sind und nicht mehr bei unserer Sippe leben. Das war damals durchaus eine reale Situation. Heute sieht es natürlich anders aus und dennoch fühlen wir uns einsam.


Es ist bein Teil des Weges

Aber es hat tatsächlich und natürlich nicht nur etwas mit unseren Genen zu tun. Einsamkeit ist immer Teil des Weges und eines spirituellen Weges ganz besonders. Wer einen spirituellen Weg geht, der wird im Fortschreiten immer weniger Menschen finden, von denen er oder sie sich verstanden fühlt. Je tiefer Du eindringst, umso spezieller und exklusiver werden Deine Erfahrungen. Ich bin fest davon überzeugt, dass sich Jesus im Kreise seiner Jünger auch manchmal einsam fühlte, unverstanden. Niemand konnte nachvollziehen, was ihn wirklich bewegte und was seine Botschaft und seine Beziehung zum Vater mit ihm machte.
Und das ist, so könnte man sagen, meine erste wichtige Botschaft an Dich. Einsamkeit ist Teil des Weges und Du wirst auf dem spirituellen Weg nicht immer wie ein Fisch im Wasser leben könne.
Dennoch gibt es Formen von Einsamkeit, die damit nichts zu tun haben und Spiritualität kann helfen, Einsamkeit neu zu sehen, zu überbrücken und helfen, wieder aus dieser Situation herauszufinden.


Einsamkeit und Trauma

Denn Einsamkeit rührt nicht selten aus einer frühen Traumatisierung. Bei einem Trauma versucht man sich zu schützen, man verschränkt sinnbildlich die Hände vor dem Gesicht und dem Oberkörper. Aber in einer solchen Haltung können wir keine Beziehungen aufnehmen. Und unsere Angst vor Kontrollverlust oder davor, verletzt zu werden, verhindert, dass wir uns ganz auf jemand anderes einlassen. Die Beziehungen, die wir haben, sind zwar gut, aber sie nähren uns nicht wirklich und bleiben oberflächlich.
Erst, wenn ich wieder offen und wieder Vertrauen in mein Dasein und meine Unversehrtheit entwickle, kann ich mich auch wieder auf einen anderen Menschen einlassen. Man kann halt sehr einsam inmitten von Menschen sein.


Ich bin gar nicht alleine?

Spiritualität und Glauben lehren uns, dass wir im Kern immer verbunden sind mit Gott. Es kann zwar sein, dass unser Alltagsbewusstsein und vormacht, dass es zwischen Gott und mir eine große Kluft gibt. Aber in der Seele gibt es keine Kluft und keine Distanz. Das kann ein sehr hilfreiches Bild sein und es ist ein sehr hilfreicher Zustand. Wir sind nämlich nie alleine, wir sind immer verbunden. Und es gilt, diese innerste Verbundenheit zu spüren und in unseren Alltag aufzunehmen. Das soll kein billiger Trost sein und es mag auch nicht alleine reichen. Aber es ist dennoch eine wichtige Ebene. Spüre die Verbundenheit mit Gott, spüren die Nähe der göttlichen Wirklichkeit. Dann kannst Du auch spüren, nicht alleine zu sein.


Du bist wertvoll

Spiritualität lehrt uns zudem, wie wir anders mit uns umgehen. Es beginnt damit, dass wir uns klarmachen, wertvoll zu sein, dass es gut und richtig ist, gut mit uns selbst umzugehen. Wenn ich diese Wertschätzung immer von außen brauche, dann bin ich sehr abhängig von anderen und spüre schneller Einsamkeit. Wenn ich aber gelernt habe, mich selbst zu achten und mich selbst zu pflegen, dann kann ich mir viel von dem geben, was andere von anderen Menschen bekommen oder erwarten.Wir sind es wert, dass wir uns um uns kümmern, weil wir göttlich sind, weil wir diesen kostbaren Schatz in uns tragen, in jeder Sekunde des Lebens. Wir sind ein Schatz, egal was war oder egal was wir angestellt haben. Dieser Schatz besitzt Ewigkeit und kann durch nichts geschmälert werden. Es braucht natürlich einiges, um sich dessen wirklich bewusst zu werden. Es kann schon helfen, jeden Morgen diesen Gedanken innerlich zu vergegenwärtigen, ihn mit in die Meditation zu nehmen oder einfach jeden Morgen aufzuschreiben. Es braucht also durchaus Deine Anstrengung und Deine Absicht. Aber das ist ja mit allem so und dafür gibt es keine Lösung.
Beginne also, Dich zu verwöhnen, verwöhne Dich mit einem Duft, mit einem schönen Text, einem leckeren Essen. Lade Dich zu Dir selber ein! Wann hast Du das das letzte Mal gemacht?
Wann hast Du Dich bewusst selber beschenkt?


Übe zu meditieren!

Für ein spirituelles Leben spielt Meditation meistens eine sehr wichtige Rolle. Es ist so etwas wie die Via Regi, der Königinnenweg zu einer vertieften Gotteserfahrung. Ein Teil dieses Weges ist dem Umgang mit Gedanken und Emotionen gewidmet. Schon die Wüstenväter hatten damit zu tun. Denn wenn wir still werden, dann meldet sich unser unruhiger Geist. Er macht uns dies und das vor, drängt sich dazwischen und plappert in einem Fort. Das alleine ist nicht schlimm. Was aber wirklich schadet, ist die Tatsache, dass die meisten Menschen ihren Gedanken glauben. Sie meinen, dass, was da gerade in mir gesagt wurde, entspricht den Tatsachen. Und dann gibt es eine Stimme in mir, die sagt: Du bist einsam. Wenn jetzt jemand hier wäre, dann ginge es mir viel besser. Niemand will mich, keiner hat Interesse an mir. Es ist so schwer jemanden zu finden, ich werde wohl immer alleine bleiben.
Doch das sind nur Glaubenssätze, die wie ein Mantra innerlich aufgesagt werden und die Du angefangen hast zu glauben.
Überlege doch mal, wer Du wärest, ohne diese Gedanken. Was würdest Du tun, wenn Du an einem Abend alleine nicht denken würdest, ich bin einsam. Alleine dieses Gedankenexperiment kann schon etwas verändern.
Es ist ja immer schwer zu entscheiden, was denn zuerst da war, das Gefühl oder der Gedanke. Aber über Gefühle möchte ich auch noch sprechen. Negative Gefühle haben die Eigenschaft, uns immer mehr in die Negativität zu führen und Unterschiede immer deutlicher hervorzuheben. Das hat etwas mit unserem Gehirn zu tun. Und daher meine ich auch immer häufiger zu erkennen, dass ich einsam bin, dass andere jemanden haben und ich nicht.
Negative Gefühle stehen im Gehirn sozusagen diametral der Fähigkeit, spirituell zu sein gegenüber. Es ist fast so etwas wie das Gegenteil. Und daher können negative Gefühle uns auch von Gott trennen, sie schaffen eine Lücke zwischen mir und dem Göttlichen. Und das gelingt ihnen vor allem dadurch, dass sie uns ganz absorbieren und gefangen nehmen. Ein einfacher Weg aus der Negativität ist die Beruhigung. Versuche bei vielen negativen Gefühlen Dich zu beruhigen. Das geht durch eine Atemübung, sich einfach mal hinlegen, Meditation, Yoga oder was auch immer. Du wirst spüren, dass dann die negativen Gefühle an Intensität nachlassen.
Und dann beginne etwas Schönes und Gutes zu tun, etwas, das Du genießen kannst. So kannst Du aus einer Akutsituation aussteigen.

Egal ob Singel oder verheiratet!

Insgesamt mache Dir deutlich, dass Deine Wertigkeit nicht davon abhängt, ob jemand neben Dir sitzt, ob Du verheiratet warst oder bist oder Single oder wovon auch immer. Lerne Dir klarzumachen, dass Du eine Wertigkeit besitzt, die von Deinem Verhalten und Deiner momentanen Situation völlig unabhängig ist.
Es gehört zu den Besonderheiten der Einsamkeit, dass wir dann oft besonders lieblos mit uns umgehen und dadurch die Einsamkeit auch noch verstärken. Dem kannst Du entgegenwirken.
Wir sind zur Liebe berufen, auch zur Liebe zu uns selbst. Lebe Deine Berufung!


Gott + Du

Es gehört zu den Weisheiten im spirituellen Leben, dass die Beziehung zu anderen Menschen und die Beziehung zu Gott eine innere Verwandtschaft haben. Ich kann lernen, mich auf andere Menschen einzulassen, wenn ich lerne, mich auf Gott einzulassen. Und das gilt natürlich auch umgedreht.
Und so kannst Du an Deiner Einsamkeit arbeiten, indem Du an Deiner Spiritualität arbeitest. oder konkret: In dem Du daran arbeitest, Dich ganz auf das Göttliche und Gott einzulassen, Hingabe zu üben und Demut.
Verbundenheit mit Gott verhindert keine Verbundenheit mit den Menschen oder einem Menschen. Du kannst im Gegenteil durch die Gottesbeziehung lernen, auf andere Menschen zuzugehen.
Zudem lernst Du auf dem spirituellen Weg, andere Menschen mehr wertzuschätzen. Und diese Wertschätzung wird Dir helfen, mehr in Kontakt zu kommen.

Und an dieser Stelle möchte ich Dich einladen, meinen Kanal zu abonnieren, wenn Dir das Video bisher gefallen hat. Immer samstags bekommst Du dann mein aktuelles Video vorgeschlagen und verpasst keines mehr.


Natur + Du

Es gibt aber noch einen Weg in der Spiritualität, der Dir helfen kann und das ist die Natur. Wenn Du die Natur nicht nur als schön und wohltuend erlebst, sondern erkennst, dass sie mit Dir in Beziehung treten möchte, dass die Natur auch eine geistige Seinsweise hat, wie alles andere auch, dann kannst Du zu einem Baum, einer Blume oder einem Grashalm gehen und Dich mit diesem verbunden fühlen. Die Natur spricht fortlaufend zu uns und bemüht sich, mit uns in Kontakt zu kommen. Es reicht daher nicht alleine zu sagen, die Natur ist schön und ich erhole mich dort sehr gut. Das ist schön, aber noch viel zu oberflächlich. Erst wenn Du diesen Kontakt und diesen Austausch wahrnimmst, dann bist Du mit der geistigen Ebene der Natur verbunden. Und es kann ungemein wohltuend sein, erfüllend und bereichernd, sich so verbunden zu fühlen. Und natürlich gibt es überall Natur. Jedes kleine Pflänzchen zwischen zwei Bordsteinkanten ist ein Teil davon und hat eine solche geistige Qualität. Es muss nicht der Park sein oder das Weizenfeld oder der Wald. Es reicht das Blümchen zwischen zwei Bordsteinkanten. Natur ist überall.
Es braucht vielleicht am Anfang etwas Zeit, bis Du in diese Sicht einsteigen kannst. Doch mit etwas Übung und Ausdauer kann es Dir gelingen, Pflanzen und Tiere auch als geistige Wesen anzusehen, die fortlaufend mit Dir kommunizieren.

Wenn Du die Natur mehr in Dein Leben einbringen möchtest, um Dein Wohlbefinden zu stärken, dann möchte ich Dir dieses Video ans Herz legen. Diese fünf Übungen können ein schöner Beginn einer neuen Dimension in deinem Leben sein.


korrigiertes Transskript


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