Ich habe den Himmel gesehen und so sieht es dort aus

30. März 2024

Ich gebe zu, der Titel dieses Videos mag zunächst reißerisch klingen, wie so viele andere Videos, die es auf YouTube gibt. Aber nach langem Überlegen fand ich dann doch, dass er einfach passt und richtig ist, daher habe ich ihn so belassen.
So, ich habe also den Himmel gesehen?
Womöglich allerhand Engel und vielleicht sogar Gott, ja, ist das so?
Bin ich entrückt worden, wurde ich zeitweise aufgenommen und war von der Erde verschwunden?

Nein, das alles nicht - so habe ich das nicht erlebt. Hinter meiner Erfahrung und dem, was ich daraus gelernt habe, steht ein langer Weg, und bevor ich dir sage, was ich genau „gesehen“ habe - ich habe natürlich nichts mit meinen normalen Augen gesehen - bevor ich dir also sage, was es war, möchte ich dir kurz meinen Weg erklären.


Mien Suchen und Ringen 

Ich bin schon sehr lange auf dem spirituellen Weg - angefangen mit 14 oder 15 Jahren. Und dann gab es, wie bei vielen, viele Stationen. Zunächst war ich hinsichtlich meiner Spiritualität ganz kirchlich geprägt, um dann immer mutigere eigene Wege zu gehen und das heißt auch, eigene Erfahrungen zu machen. Und lange habe ich mich mit der Frage beschäftigt, oder ich sollte besser sagen, ich habe mit der Frage gerungen, ob es das gibt, dieses Jenseits, diese andere Welt, die manche die geistige Welt nennen. Gibt es das? Ich war mir echt nicht im Klaren darüber. Wenn ich all die Medien und Engelbotschafterinnen hörte, dann spürte ich eine innere Abgrenzung. Und all die Berichte von denen, die Engel gesehen haben wollen - das war mir alles zu naturalistisch, so, wie man sich eben Engel vorstellt. Damit konnte ich noch nie etwas anfangen. Und doch ließ mich diese Frage nicht in Ruhe. Ich habe mich dann vor einigen Jahren mit weniger bekannten Theologen, mit Nahtoderfahrungen und mit C.G. Jung und Erich Neumann beschäftigt. Und da erkannte ich langsam, dass es einen solchen Bereich der Wirklichkeit tatsächlich geben muss. Doch das war zunächst nur eine Meinung und noch keine Erfahrung. Die Erfahrungen machte ich dann im Laufe der letzten Jahre im Voranschreiten auf meinem Weg. Ich spürte, wie ich immer tiefer hineingenommen wurde in einen Prozess, wo ich nicht wusste, wo er endet und was er noch von mir fordern wird. Da war etwas, das spürte ich. Erst zögerlich und auch ängstlich - und manchmal ganz schön zweifelnd an meinem Verstand und meinem Weg - ging ich tiefer und weiter, wie jemand, der in einen unbekannten und dichten Wald geht. Und so näherte ich mich den Erfahrungen, von denen ich heute sprechen möchte.

 

Wissen? Glauben?

Ich verstehe, wenn du sagst: Alles Quatsch, woher soll er wissen, dass das stimmt und er sich nicht etwas vormacht. Gute Frage: Kann ich das wissen, wirklich wissen? Nein und doch spüre ich, dass ich hier etwas erfahren habe, was über meine möglichen Projektionen hinausgeht. Und wenn ich im Titel von Sehen spreche, dann muss ich natürlich sagen, dass ich nichts gesehen habe, nicht einen Engel. Aber ich habe etwas in meinem Bewusstsein erlebt und das war anders als das, was ich sonst erlebt habe. Ich glaube auch nicht, dass ich etwas erlebt habe, was mir vorbehalten ist. Ich bin vielleicht schon lange auf dem Weg, aber ich bin in vielem auch nur Durchschnitt. Was ich erlebt habe, das kannst du auch erleben, da bin ich mir sicher. Es ist offen für jede und jeden. Ich denke auch, dass wir den Zugang zum „Himmel“ alle als Kinder hatten und dann verloren haben. Wir müssen also in gewisser Weise zurück - aber als erwachsene Menschen, als Menschen, die mit Computern und Naturwissenschaften aufgewachsen sind. Anders sind wir nicht zu haben, auch nicht für den Himmel. Und wenn ich sage, wir müssen zurück, dann kann man auch sagen, dass wir uns erinnern müssen. Platon hatte schon das Aneignen von Wissen als eine Art der Erinnerung verstanden. Und so ähnlich habe ich es auch erlebt.


Was ist der Himmel?

Er ist natürlich kein Ort, kein Raum im klassischen Sinne. Aber er ist auf alle Fälle als innerer Zustand zu erfahren. Aber damit ist noch lange nicht alles hinlänglich über den Himmel ausgesagt. Es gibt mehr und andere Erfahrungen, die vielleicht noch differenzierter beschreiben werden, was der Himmel ist. In meinen Meditationen und alltäglichen Inspirationen, die ich oft auch so erlebt habe, dass mir ein Wissen zuteil wird, das ich nicht aus mir selbst generiert habe. Also in solchen Situationen hat sich mir ein Bewusstseinsfeld oder -zustand gezeigt, den ich in zwei Bereiche einteilen und beschreiben möchte. Tatsächlich habe ich den Himmel in zwei verschiedenen Phasen oder Räumen gesehen. Du merkst wie ich sprachlich herumeiere, weil es so schwer ist etwas auszudrücken, wozu unsere Sprache zu schwach ist.

 

Der Raum der Fülle und Formen

Zwei Bereiche hat der Himmel, wie ich es erlebt habe. Es gibt einen Bereich, der als erstes kommt und er ist reich gesegnet. Hier ruht das Wissen und die Weisheit, hier entsteht Führung und Unterstützung. Dieses Reich des Himmels drückt sich in unserem Leben vor allem durch Formen, Bilder, durch Symbole und Rituale aus. Auch hier hat Platon schon einiges dazu geschrieben - und nicht nur er. Gerade am Anfang des Christentums war man sich dieses Reiches besonders bewusst. Und auch im Sufismus gehört dieser Bereich des Himmels fest dazu, wird erfahren und beschrieben. Deine Gebete haben hier ihren Hafen, deine tiefen Inspirationen entstammen diesem Reich; das Gefühl, von einem Schutzengel begleitet zu sein, entsteht, wenn aus diesem Bereich dich etwas unterstützt und dir hilft. Heilige wie die Heilige Hildegard, aber auch Meister Eckhart oder der Lyriker Rainer Maria Rilke hatten vermutlich einen sehr lebendigen Zugang dazu - vielleicht auch ohne es zu wissen oder so ausdrücken zu können. Überhaupt sind Künstler besonders dazu in der Lage mit diesem Reich in Kontakt zu treten, wenn ihre Kunst im Tiefsten himmlisch ist. 


Keine Puutten und Flügelwesen

Dieser Bereich wirkt in unsere Welt fortlaufend hinein. Ob du es merkst und spürst oder nicht. Aber wenn du es spürst, dann hast du den Vorteil, tiefer zu verstehen und mitzuwirken. Ich habe diese Ebene des himmlischen oder göttlichen Bewusstseins als sehr inspirierend erlebt; wie ein warmer Kraftstrom, der in mich einfließt - er schenkt Zugehörigkeit und das Gefühl, an etwas Großem und Wunderbarem angeschlossen zu sein. Das tut zutiefst gut und kann dich in dieser oft heimatlosen Welt stärken. Man kann mit dieser Welt in Kontakt treten - aber ich habe nie erlebt, dass da jemand war; keine Personen oder kleine Engel und ich habe keine Stimmen gehört. Es war immer ein Erspüren; eine Fühlbarkeit für die transzendente Welt, die ich erfahren habe. 


Ich fühle mich gesegnet

Mit der Zeit merkte ich, wie ich mich veränderte durch diese Erfahrungen. Zuerst spürte ich, wie ein Hunger nach bestimmten Erfahrungen in mir kleiner wurde und dann, wie ich begann, weniger zu brauchen. Ich wurde in manchem genügsamer und mir fiel ein, dass ich schon lange keine Bücher mehr gefunden habe, die mich wirklich inspirierten. Und da verstand ich, dass es deshalb ist, weil nichts diesen Erfahrungen gleicht, weil es nur eine wirkliche Quelle der Inspiration gibt. Ich merkte auch, wie ich wieder anfing zu beten. Ich habe mal ein Video gedreht, wo ich erkläre, warum ich nicht mehr bete. Doch nun begann ich auf eine ganz einfache Weise zu beten, einfach, um mit diesem göttlichen Bewusstsein in Kontakt zu kommen und zu bleiben. Dabei waren meine Worte eher wie kleine Rituale zu verstehen. Meine Ansprache war eine symbolische Ansprache und nicht eine, die einer Person etwas sagen oder sie informieren möchte, wie im normalen Leben. Aber ich spürte, dass mir das guttat. Und ich merkte auch, dass ich keinen Segen mehr brauche, weil ich mich gesegnet fühle. Ich lehne keinen Segen ab, aber ich brauche ihn nicht mehr - zumindest jetzt nicht. Aber meine Reise ging weiter, ohne dass ich diesen Teil des Himmel verlassen musste. 


Raum absoluter Klarheit

Es ist noch nicht lange her, da merkte ich, dass ich nun zusätzlich in einen anderen Bereich kam, das war der zweite Raum. Und dieser Bereich war völlig anders. Hier ist alles glasklar und mehr als das, es gibt keine größere Klarheit. Und wenn ich mich dem nähere, dann spüre ich, dass alle eigene Aufgeblasenheit, alles Unechte und Unnatürliche, all das, ich merke, wie es zerbröselt, ich merke, wie es in dieser Klarheit verschwindet und zunichte wird. Es bleibt der nackte Mensch, so wie er ist und wie wir alle irgendwie sind. Dabei ist dort nichts Aggressives oder Entblößendes, nichts, was mich den Blicken anderer aussetzt. Es ist einfach so klar und rein, wie es nur sein kann und jeder, der dort eintritt, wird in einem Prozess selbst klar und rein. Und das tut wirklich gut. So nähere ich mich dem Licht und dem, was schon so oft die göttliche Liebe genannt wurde, so dass man es fast schon nicht mehr hören kann. Aber hier gibt es eben nichts Angreifendes oder Anklagendes, sondern nur sanfte Klarheit, die alles an Klarheit übertrifft, was du bisher erlebt hast. Mehr kann ich hier noch nicht sagen, ich bin noch am Anfang. Was ich aber für alle beiden Bereiche sagen kann: Alles will verbunden werden mit dem alltäglichen Bewusstsein, es geht niemals um eine Flucht, eine schöne Welt. Sondern es geht immer darum, diese Erfahrung in diese Welt zu tragen und in dieser Welt zu wirken und zu sein in Verbindung mit diesen Bewusstseinsschichten. Du und ich, wir sind die Verbindung. Natürlich ist Gott und ist das göttliche Bewusstsein in dieser Welt oder vielmehr ist diese Welt im göttlichen Bewusstsein aufgehoben. Aber durch uns bekommt dieses göttliche Bewusstsein eine zusätzliche Kraft. In unserem Bewusstsein kann das Göttliche in besonderer Weise in dieser Welt präsent sein. Und das ist unsere Aufgabe, meine Aufgabe. 


Und jetzt?

So sieht es also aus?
Bin ich übergeschnappt und verrückt?
Ich vermute, dass es das noch nicht ist, dass es noch weitergeht - ich werde sehen. Die Reise geht auf alle Fälle weiter. Und ob ich übergeschnappt bin? Entscheide selbst - ich finde nicht, dass ich es bin. Natürlich gibt es keine Beweise für das, was ich gesagt habe. Diese Welt oder dieses göttliche Bewusstsein entzieht sich einfach einer einfachen Beweiskette - es ist nur ganz persönlich zu erfahren und es ist stets Geschenk oder Gnade - Gnade aber ist keine wissenschaftliche Kategorie (außer in der Theologie natürlich). Ich werde weitergehen, ich werde weiter erforschen. Und ich spüre in letzter Zeit, wie eine sehr gute und angenehme Energie in mich einfließt und eine Verbindung sich aufbaut. Das erlebe ich als sehr stärkend. Was daraus einmal resultieren wird, das weiß ich nicht, ob es noch andere Welten oder Bereiche gibt, vermutlich ja, habe ich aber so noch nicht erlebt. Ich bin jetzt kein Medium oder Wahrsager, ich bin keiner, der sich mit Jenseitsgedanken brüsten will. Ich bin einfach jemand, der etwas erfahren hat, was sich anfühlt als etwas, das nicht von dieser Welt ist. Ich bin auf deinen Kommentar gespannt.

korrigiertes Transskript


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