Wie Du endlich wieder positiv in die Zukunft blicken kannst

22. Juli 2023

In Südeuropa herrschen Temperaturen von über 45 Grad. Menschen kleben sich aus Protest auf Straßen fest. Ein Krieg tobt mitten in Europa. Die Kirchen versinken in der Bedeutungslosigkeit. Die rechten Parteien gewinnen an Macht in ganz Europa. Der demografische Wandel stellt uns vor große Probleme. Corona liegt gerade erst hinter uns und wer weiß, was uns noch bevorsteht.

Wir befinden uns zweifellos in einer weltweiten Situation, wie es sie bisher noch nicht gegeben hat. Natürlich waren die Zeiten früher auch nicht immer rosig, aber die globale Bedrohungslage hat sich inzwischen derart verschärft, dass sie beispiellos ist.


So darf es nicht weitergehen!

Es steht außer Frage, dass vieles, wenn nicht sogar alles, in Gefahr ist: Der Mensch selbst und möglicherweise sogar das Leben an sich. Auf eine derartige Situation sind wir alle nicht vorbereitet - wie könnten wir auch, wenn sie beispiellos ist? Unsere Eltern sind noch in einer Welt aufgewachsen, in der es Sicherheiten gab. Man wusste, wohin man gehörte und wo Gut und Böse zu finden waren. Man hatte eine positive Vorstellung von der Zukunft. So sollte es sein.

Auch heute haben wir eine Vorstellung von der Zukunft, aber jetzt sagen wir: So darf es nicht sein und so darf es nicht weitergehen. In diesem Video möchte ich Dir einige Möglichkeiten aufzeigen, wie Du in einer solchen Situation anders und vor allem besser damit umgehen kannst. Denn es hilft nicht, den Kopf in den Sand zu stecken. Die Krise erwartet von uns, dass wir uns ihr stellen.

Zunächst aber möchte ich Dir zeigen, was unsere momentane und auch zukünftige Situation so besonders und belastend macht. Je verständlicher eine Situation für uns wird, um so besser ist sie zu nehmen und zu gestalten. Das heißt, dass dieser erste Teil des Videos schon ein Aspekt ist, wie wir besser mit unserer Krisenzeit umgehen können, weil wir sie besser verstehen werden.


Unsere Gegenwart ist nicht linear zu verstehen

Die aktuelle Situation und die zukünftige haben eine ganz besondere Eigenart, die es so bisher nicht gegeben hat. Unsere Gegenwart lässt sich nicht mehr linear begreifen. Das merken wir schon am Klima. Natürlich hat unser Handeln Auswirkungen auf das Klima, das ist uns bewusst. Aber was dann genau geschieht, lässt sich nicht mehr rein linear verstehen. Wenn bestimmte Wendepunkte erreicht sind, entsteht etwas ganz Eigenes, das wir nicht allein durch verändertes Verhalten beeinflussen können. Alles, was etwas komplexer ist, lässt sich nicht rein linear erklären. Linear bedeutet: Wenn ich das tue, erhalte ich das folgende Ergebnis. Wenn ich hart arbeite, werde ich nach und nach wohlhabender. Wenn ich mehr Sport treibe, werde ich gesünder.


Unsere Zukunft ist noicht mehr vorhersehbar

In der heutigen Zeit lassen sich viele Phänomene nicht mehr so einfach prognostizieren. Im Grunde genommen wissen wir nicht wirklich, was auf uns zukommt. Das ist das Problem. Da wir nicht wissen, was die Zukunft für uns bereithält, müssen wir mit einer ungeahnten Ungewissheit leben. Wir schauen in eine Zukunft, die nicht nur unbekannt ist - das war früher schon so. Wir schauen in eine Zukunft, die keine verlässlichen Vorhersagen erlaubt. Wir wissen zwar, dass sich das Klima verändert und spüren es auch, aber wohin genau es führt, ist uns unbekannt. Es könnte heißer werden, aber irgendwann auch in die entgegengesetzte Richtung umschwenken und richtig kalt werden.


Wir leben in einer großen Komplexität

Wenn wir uns mit den Fragen der Zeit auseinandersetzen, erkennen wir schnell, dass all diese Themen eine enorme Komplexität aufweisen. Es gibt unzählige Faktoren, die Einfluss nehmen, und eine Vielzahl von Abhängigkeiten. Für den einzelnen Menschen ist es schwierig, all das zu verstehen und zu durchschauen - und ich glaube, das gilt sowohl für Politiker als auch für Wissenschaftler. Manche suchen dann nach zu simplen Antworten und versuchen, alles auf wenige Faktoren zu reduzieren. Doch das wird der Sache nicht gerecht und hilft nicht weiter. Komplexität lässt sich nicht einfach auf wenige Aspekte reduzieren.


Das Leben ist ungewiss

Ein weiterer Faktor, der unsere aktuelle Situation prägt, ist die Ungewissheit, mit der wir leben müssen. Wir wissen einfach nicht genau Bescheid. Wir sind uns auch nicht in allem sicher, ob wir das Richtige tun. Ja, bei manchen Dingen können wir uns sicher sein, aber insgesamt bleiben doch viele Unsicherheiten bestehen. Das ist nicht leicht auszuhalten, denn wir würden uns gerne klare und eindeutige Antworten wünschen. In Wahrheit leben wir jedoch im Nebel.


Alte Sicherheiten erodieren

Erschwerend kommt hinzu, dass alle Sicherheiten und gesellschaftlichen Institutionen derzeit erodieren. Alte Gewissheiten gehen verloren. Die Brüchigkeit betrifft nicht nur die Kirchen, sondern auch die Kultur, die Sportvereine, Gewerkschaften und politischen Parteien. Manches davon wird gerne belächelt, aber wir werden erst viel später erkennen, welchen Schutz solche Institutionen den Menschen und der gesamten Gesellschaft geboten haben. Alles ist brüchig geworden. Und es ist derzeit ein Trend, alles, was definiert und klar formuliert ist, in Frage zu stellen. Das ist das gute Recht derer, die es tun, aber es hat immer auch Auswirkungen und führt zu einer möglicherweise sogar notwendigen Labilisierung.

Was uns helfen kann

Nun aber genug der Grübelei und des Fokus auf die Aussichtslosigkeit. Die Frage lautet: Wie können wir mit all dem leben? Wie können wir dennoch positiv in die Zukunft schauen - zumindest in einen Teil der Zukunft?

Es gibt nicht die Zukunft

Damit kommen wir zum ersten Punkt: Es gibt nicht "die Zukunft". Es gibt viele verschiedene Zukünfte. Wenn Du die Bereiche deiner Zukunft betrachtest, wirst Du hoffentlich Teile finden, für die Du sagen kannst, dass etwas Gutes auf Dich wartet.

Ein stabiler Rahmen

Was in solch labilen Situationen benötigt wird, ist meiner Meinung nach ein stabiler Rahmen. Ein solcher Rahmen kann ein strukturierter Tagesablauf sein, den Du einhältst und der Elemente enthält, die Dich stärken und Dir Freude bereiten.

Ein uns stärkendes Element ist meiner Ansicht nach ein spirituell unterstützendes Ritual, das Teil Deines Alltags ist. Dieses Ritual kann beispielsweise aus der Meditation bestehen - unabhängig von ihrer Dauer. Du könntest das Ritual auch mit Gebeten füllen, die Stille üben oder den Atem zu Deinem Begleiter machen. Wenn Du Dich mit dem Atem verbindest und gleichzeitig das Empfinden hast, getragen zu werden und Dich mit dem Lebendigen verbunden zu fühlen, kannst Du jederzeit zu Deinem Atem zurückkehren und hast somit stets etwas bei Dir, das Dir hilft.

Innere Stabilität und Verbundenheit mit dem inneren Boden, also dem, worin Du Dich verwurzeln kannst, entwickeln sich nicht von heute auf morgen. Es ist ähnlich wie in einem Garten: Regelmäßiges Gießen und liebevolle Aufmerksamkeit sind unerlässlich. Daher ist es wichtig, dies täglich zu praktizieren. Rituale haben die Kraft, uns mit dem in Verbindung zu bringen, was beständig und unveränderlich ist. In solchen Zeiten müssen wir uns mit diesen Ritualen verbinden.

Verbundenheit leben

In Krisenzeiten, und unsere Gegenwart ist zweifelsohne eine solche, ist es wichtig, dass wir uns auf die Menschen stützen können, die uns guttun. Menschliche Verbundenheit kann uns innerlich Kraft und Stärke verleihen. Sie spendet Trost und vermittelt ein Gefühl der Gemeinsamkeit. Du bist weder allein auf der Welt noch allein mit Deinen Ängsten. Doch dafür musst Du ein Netzwerk von Menschen aufbauen, mit denen Du diese Verbundenheit leben kannst. Die Anzahl der Menschen, die dazu gehören sollten, ist für jeden individuell. Vielleicht genügen Dir 6 oder 7 Menschen, während andere mehr benötigen. Es braucht jedoch Zeit, um ein derartiges persönliches Netzwerk aufzubauen.

Sich mit Lebendigem umgeben

Ich finde, dass es gerade in schwierigen Lebenssituationen wichtig ist, sich von Lebendigem umgeben zu lassen. Wer sich in einer Stresssituation befindet, benötigt meiner Meinung nach Blumen, Blüten und Farben aus der Natur. Dies gilt auch jetzt. Ich habe bereits in meinen letzten Videos viel dazu gesagt: Schätze Blumen und umgebe Dich mit ihnen. Gehe in den Wald, in den Park oder betrachte jede bewachsene Verkehrsinsel als Möglichkeit, Dich mit dem Lebendigen zu verbinden. Dasselbe gilt für Freude und Schönheit. Unsere Seele braucht beides. Leider wird der Begriff "Schönheit" in der heutigen Kultur nicht mehr als wichtig erachtet. Ich halte dies für einen großen Verlust, denn unsere Seele benötigt Schönheit.

Suche nach dem Schönen, ganz gleich, was es für Dich bedeutet. Es ist stets das, was Dein Inneres öffnet und die Pforten Deiner Seele weitet.

Das Mögliche tun

Keiner von uns kann den Klimawandel allein stoppen, den Krieg in der Ukraine beenden oder die Flüchtlingsströme in eine gute Richtung lenken. Doch deshalb nichts zu tun, wäre ebenso fatal. Deine Aufgabe besteht nicht darin, die Welt zu retten. Deine Aufgabe ist es, das Mögliche zu tun. Dies mag begrenzt sein, doch es gibt immer Raum fürs Handeln. Ermutige Dich selbst dazu. Denn wenn Du etwas tun kannst, hilft dies gegen das Gefühl der Ohnmacht. Und Ohnmacht macht müde und krank. Tu, was Du tun kannst.

Stärkende Inspiration suchen

Stärke Dich auch bewusst, indem Du Inspiration suchst, die Dir guttut und Dich stärkt. Es gibt Bücher, Videos und Musik, die Dir helfen können und Dich innerlich bereichern. Nutze sie aktiv. Sie kommen nicht von selbst auf Dich zu, Du musst es wollen und tun. Schau, was die Stadtbibliothek zu bieten hat, geh zur Buchhandlung um die Ecke, informiere Dich bei Amazon oder im Internet. Es gibt so vieles, das auf Dich wartet und Dich stärken möchte.

Ängste ausdrücken

Schließlich solltest Du auch eine Möglichkeit haben, Deine Ängste und Sorgen, Deine Bedrückung und Ohnmacht auszudrücken. Male, schreibe einen Text, führe ein Tagebuch, verfasse Gedichte, singe Deine Sorgen in die Welt hinaus, tanze Deine Ängste. Wer seine Ängste ausdrückt, fühlt sich danach oft viel leichter. Tu es, und Du wirst es spüren.

Dies waren nun einige praktische Hinweise. Wenn Du Fragen dazu hast, schreibe sie gerne in die Kommentare.


korrgiertes Transskript


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  • Tägliche Rituale geben viel Halt und Sicherheit, auch in schwierigen Zeiten schenken sie Zuversicht. Danke für die wertvolle Sichtweise, dass es wichtig ist, das “Mögliche” zu tun. In einigen Bücher zum Thema Klimawandel hat man das Gefühl, dass man es überhaupt niemals schaffen kann, etwas zu verändern, weil es soviel ist. Ich denke, dass es wichtig ist, im eigenen Leben in kleinen Schritten, dafür aber beständig, Veränderungen vorzunehmen!

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