18. Juli 2022

Wer heilt die Wunde,
die uns das Leben schlug?

Wer heilt uns die Wunden,
aus den Beziehungen und Kämpfen?

Wer heilt die Wunden
aus den Kriegen und Anschlägen?

Wer heilt die Wunden
der Missbrauchten und Gedemütigten?

Wer heilt die Wunden
der Vergessenen und Verlorenen?

Wer heilt nur all diese Wunden?

Kann es sein,
dass Du so ein Mensch bist,
ein Wundenheiler,
eine Trösterin,
ein Beisteher,
eine Aufrichterin?

Kann das sein?

DAVID





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  • Danke für diesen Denkanstoß. Das ist eine schwierige Frage, die Du stellst! Dürfte ich Dich etwas fragen – es gibt die Heiler wie Dich, David, die auch schwierige Themen anpacken können. Aber mir ging irgendwann auf, dass ich genau wie Malin in meinem Lieblingsmärchen von Astrid Lindgren bin, die den Menschen in ihrem Umfeld Freude machen will. Ich bin vielleicht nicht der Seelentröster für schwierige Themen, aber es kann ja auch tröstlich sein für jemanden, wenn man sich einfach gemeinsam über etwas freuen kann? Das kann ja schon eine Freundin sein, die aus einem bestimmten Grund wenig Kontakte nach außen hat. Oder ich unterhalte mich gerne mit älteren Menschen. Aber ich merke: Man muss auch selbst eine Quelle haben, und nur dann kann man auch etwas weitergeben. Danke!

    • Natürlich kann Freude Trost spenden und Menschen unterstützen. Nur man muss bei all solchen Aufgaben und Begabungen schauen, woher sie kommen. Wenn ich in meiner Kindheit so programmiert worden bin, immer das fröhliche Mädchen zu sein, Mama und Papa immer eine Freude zu bereiten, jede Stimmung aufzuhellen, dann kann diese Gabe zu einer Belastung werden. David

      • Für Deine Antwort möchte ich mich noch sehr bedanken, David. Auf dem Wundenheiler-Gedicht “kaue” ich nun schon eine ganze Weile herum, und es bleibt hartnäckig in meinem Bewusstsein. Ja, das ist richtig, vielleicht habe ich es mir in der Kindheit so angewöhnt, auf diese Art und Weise zu reagieren und lasse anderen Reaktionsweisen gar keinen Raum. Dein neues Gedicht Fehler finde ich auch sehr schön und passend dazu – vielleicht könnte ich ja auch anderes als nur das liebe und nette Freude-machen-wollen, und traue es mir nur nicht zu, vielleicht aus der Sorge heraus, Fehler zu machen. Letztendlich müsste ich es wohl ausprobieren…das beschäftigt mich.

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