Gott spüren? Was dich vielleicht noch daran hindert.

2. Mai 2026

Du musst Gott spüren, nicht an ihn denken. Natürlich ist das Denken auch wichtig, aber entscheidend ist, ob du Gott spüren kannst – in dir spüren, in deinem Körper spüren. Ich weiß aus vielen Kommentaren, dass das nicht für alle einfach ist. Es fällt vielen schwer, dieses göttliche Feld, von dem ich spreche, wahrzunehmen. Aber dafür ist es da. Es will gespürt werden. Es will mit deinem Körper wahrgenommen werden. Darum geht es im Kern.

Warum aber fällt es manchen so leicht und anderen so schwer?

Für mich selbst war das keineswegs immer selbstverständlich. Ich bin mit der Überzeugung aufgewachsen, dass man Gott gar nicht spüren kann. Man lehrte mich: Das, was du spürst, ist ganz nett, aber es hat mit Gott nichts zu tun. Es sei bloß Illusion, Einbildung oder ein unbedeutendes Begleitgefühl. Heute weiß ich: Das stimmt so nicht. Wir können Gott spüren. Gott will in unserem Leben und in unserem Körper erfahren werden.

Meine eigene Geschichte hat mir gezeigt, wie ich durch Abwertung und die einseitige Konzentration auf Verstand und kognitive Leistungen immer weiter vom Spüren weggebracht wurde. Dabei liegt die eigentliche Kraft im Spüren, nicht im Denken. Das Denken kommt erst hinterher. Es ist wichtig, aber der Kern bleibt das Spüren des göttlichen Feldes.

Ich möchte dir aufzeigen, woran es liegen kann, dass du dieses Feld vielleicht noch nicht so wahrnimmst, wie du es dir wünschst.


Die Angst vor dem Kontrollverlust

Wenn wir uns auf das göttliche Feld einlassen, bedeutet das oft, vieles aufzugeben. Wir lassen Dinge los, die für uns selbstverständlich sind und mit denen wir uns identifizieren. Wir lassen uns auf etwas Unwegsames ein. Dieses Feld ist nicht kontrollierbar.

Sich darauf einzulassen, das eigene Leben nicht mehr selbst kontrollieren zu können, macht Angst. Es ist die Angst, sich aufzulösen oder sich selbst zu verlieren. Wenn ich das loslasse, woran ich mich klammere und was mir bisher Kraft gegeben hat – was bleibt dann von mir übrig? Was bin ich dann noch?

Diese Angst kennen sehr viele Menschen, und auch mir ist sie vertraut. Doch genau hier liegt der Weg. Es ist wichtig, dass du nichts erzwingst. Du musst nichts pushen und keinen Druck auf dich ausüben. Es geht darum, dich immer wieder neu einzulassen. Lass die Dinge in deinem Körper und in deinem Leben weich werden. Werde transparent. So lernst du Schritt für Schritt zu vertrauen. Du lernst, dass dieses Feld dich tragen will, dass es dich weiterbringt und gut zu dir ist.

Wenn die Angst dich zurückschrecken lässt, ist die richtige Reaktion nicht das Aufgeben. Wage stattdessen kleinere Schritte. Geh immer wieder ins Spüren – spüre auch den Widerstand und nimm die Angst wahr. Mehr braucht es oft gar nicht, um zu lernen, was es heißt, dem Unkontrollierbaren zu vertrauen.


Schutzpanzer und alte Verletzungen

Viele Menschen haben aufgrund von Vorerfahrungen und Verletzungen einen Schutzpanzer aufbauen müssen. Das ist eine gesunde Reaktion auf eine ungesunde Situation. Dieser Panzer hilft uns, uns festzuhalten, wenn die Welt um uns herum schwierig ist.

Wenn du jedoch sagst, dass du das göttliche Feld spüren möchtest, wirst du an eine Grenze kommen. Du wirst spüren, dass da etwas ist, das dich festhält und dich daran hindert, wirklich in diesen Raum einzutreten. Auch hier gilt: Druck hilft nicht. Es ist wichtig, an den Verletzungen und Traumatisierungen zu arbeiten.

Versuche, die Liebe des göttlichen Feldes mit diesen Verhärtungen in Kontakt zu bringen. Das Feld ist ein heilendes Feld. Immer wenn deine Verletzungen mit diesem Feld in Berührung kommen, geschieht etwas Gutes. Es kann Heilung geschehen oder zumindest ein nächster Schritt dorthin.


Die innere Erlaubnis

Ein weiterer Aspekt ist das Gefühl, es nicht zu dürfen. Vielleicht hast du den Eindruck, es sei nicht richtig, Gott so nah zu spüren. Mancher denkt, wir würden Gott damit klein machen oder ihn unzulässig in unser kleines Leben und unseren Körper ziehen.

Ich sage dir: Natürlich darf das sein. Es ist richtig so. Du kannst Gott natürlich nicht in seiner Gesamtheit begreifen oder spüren, wir nehmen immer nur Segmente wahr. Aber wir haben nicht umsonst einen Körper erhalten. Das Spüren ist an den Körper gebunden, damit wir das Göttliche in unserem Leben erfahren können. Es ist eine kostbare Erfahrung von Weite und Liebe. Du darfst dir selbst die Erlaubnis dazu geben.


Hinderliche Glaubenssätze und die Angst vor Veränderung

Oft stehen uns Glaubenssätze im Weg, die wir aus spirituellen Seminaren, Lehren oder Gottesdiensten mitgenommen haben. Fragen wie „Darf ich das?“, „Ist das richtig?“ oder „Bilde ich mir das nur ein?“ blockieren den spürbaren Kontakt.

Vielleicht spürst du auch intuitiv, dass Veränderung beginnt, sobald du dich auf das göttliche Feld einlässt. Und Veränderung kann Angst machen, weil du nicht weißt, wohin die Reise geht. Wohin bringt dich das göttliche Feld? Du kannst es vorher nicht wissen. Dieses Einlassen auf das Unwegsame ist ein Hauptaspekt dieser Erfahrung.


Sanftheit statt Anstrengung

Manche Menschen suchen einfach zu angestrengt. Aber man kann das Spüren nicht „machen“. Ich betone es noch einmal: Übe keinen Druck aus. Sei sanft zu dir selbst. Es muss nicht von heute auf morgen funktionieren.

Je sanfter du bist, desto eher kannst du dich öffnen. Druck führt dich nie ganz ins göttliche Feld, weil dieses Feld nichts mit Druck zu tun hat. Wenn Druck entsteht, mischen sich andere Kräfte ein, die dich dauerhaft daran hindern, eins mit dem Feld zu sein. Mach es zu deinem Thema, aber mach kein starres Programm daraus. Bleib einfach dran, ohne dich zu verkrampfen.


Fremde Felder und energetische Blockaden

Manchmal sind wir noch mit anderen, belastenden Feldern verbunden. So wie das Göttliche ein Feld ist, können auch negative Einflüsse ein Feld bilden. Narzisstische Personen zum Beispiel bauen oft ein eigenes, kraftvolles Feld auf, in dem man wie festgeklebt wirkt.

Wenn du stark in einem solchen Fremdfeld verhaftet bist, kann es sein, dass du das göttliche Feld gar nicht wahrnimmst. Es gilt dann, sich von diesen schädlichen Einflüssen zurückzuziehen und sie zurückzuweisen. Nur so schaffst du den nötigen Raum und die Kapazität, um dich dem Göttlichen zu öffnen. Im göttlichen Feld bist du geschützt.


Sicherheit als Voraussetzung

Um spüren zu können, müssen wir in Sicherheit sein. Wer traumatisiert ist, befindet sich oft in einem ständigen Alarmmodus. Wenn du dich immerzu schützen musst, bist du nicht durchlässig. Das ist eine verständliche Schutzreaktion, aber sie verhindert das Wahrnehmen des Feldes.

Es geht also darum, erst einmal wieder in eine sichere Situation zu kommen und den Alarmmodus zu verlassen. Wenn du hier Unterstützung brauchst, melde dich gerne bei mir. Ich kann dich konkret dabei begleiten, aus diesem Zustand herauszufinden. Das ist eine wesentliche Voraussetzung.


Gott als Mysterium

Wenn ich vom göttlichen Feld spreche, meine ich nicht, dass Gott damit vollständig definiert oder begriffen ist. Gott ist weit mehr als dieses Feld. Das „Feld“ ist nur ein Bild, denn wir können über Gott immer nur in Bildern sprechen.

Gott bleibt ein Mysterium – groß, unendlich und weit. Das Feld ist lediglich ein hilfreiches Bild, um eine Verbindung herzustellen.


Eine kleine Übung für den Alltag

Zum Schluss möchte ich dir eine einfache Übung mitgeben, die dir hilft, mehr wahrzunehmen. Es geht darum, vom fokussierten Blick zu einem weichen Blick zu kommen.

Schau mit einem weichen Blick auf diese Welt, auf die Menschen und auf alles, was dir gegenübersteht. Sei nicht starr konzentriert, sondern lass deinen Blick weich werden. Das kann eine wunderbare Voraussetzung sein, um dich für das göttliche Feld zu öffnen und es schließlich zu spüren.

Ich wünsche es dir von Herzen. 


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