Warum du nicht weiterkommst

7. Februar 2026

Warum stocken wir? Warum kommen wir nicht weiter?

Sicherlich hast du das auch schon bei anderen beobachtet. Du fragst dich: Warum kommen die anderen nicht weiter? Warum gehen sie nicht den nächsten Schritt? Es wäre ja gar nicht so viel. Es wäre lediglich der Anfang einer Veränderung, an dessen Ende eine wirkliche Vergrößerung oder Verbesserung der Lebensqualität stehen würde.

Es ist so naheliegend. Es ist so ganz klar. Du denkst dir: Das muss doch gemacht werden. Geh mal, versuch es doch wenigstens. Mach es doch. Warum wagst du es nicht?

Das sagen wir vielleicht innerlich oft anderen – und wir müssten es uns selbst wahrscheinlich genauso oft sagen. Warum tue ich es nicht? Warum bleibe ich in der Situation haften, in der ich gerade bin? Warum habe ich nicht den Mut und nicht die Kraft, eine Veränderung herbeizuführen? Warum fehlt mir der Mut, eine Entscheidung zu treffen, etwas zu wagen oder ein Experiment zu machen, nur um zu testen, wie es sich anfühlt?


Das Plateau: Wenn das Leben Pause macht

Wir stocken im Leben manchmal. Manchmal geht es einfach nicht weiter. Das ist etwas ganz Normales. Es muss nicht jeder Tag voller Entwicklung sein. Es gibt im Leben diese Plateaus, auf denen sich scheinbar nicht viel tut.

Oft kündigt sich das Ende einer solchen Phase bei mir durch einen Traum an. Ich bin ein großer Nachtträumer; diese Träume deuten mir an, wohin die Reise geht. Dann weiß ich: Okay, es geht weiter. Oder es treten Ereignisse in dein Leben. Schöne Ereignisse oder – sehr oft – problematische. Denn gerade die Probleme sind es, die uns zur Veränderung antreiben.

Es ist also nicht schlimm, wenn eine Zeitlang nichts passiert und Ruhe einkehrt. Aber manchmal dauert diese Phase doch sehr lang. Dann stellt sich zu Recht die Frage: Warum komme ich nicht weiter? Warum bleibt mein Gegenüber – der Partner, die Partnerin oder Freunde – einfach stehen?

Die Gefahr der frühen Zufriedenheit

Ich wundere mich immer wieder darüber, wie viele Menschen mit sehr wenig zufrieden sind. Damit meine ich nicht materielle Dinge, das ist hier uninteressant. Ich meine ihre Lebensqualität, ihr Weiterkommen und ihre innere Freiheit.

Manche beginnen ganz forsch, laufen wie ein Duracell-Männchen, werden dann immer langsamer und bleiben plötzlich stehen. Sie sagen: „Das reicht mir jetzt. Mehr muss gar nicht sein.“ Sie scheuen die Mühe und sehen nicht, welchen Gewinn sie hätten.

Mein Rat an dich: Sei anspruchsvoll für dein Leben. Habe Mut, habe Ziele und gib dich nicht zu früh zufrieden.

Es darf mehr werden. Es darf freier werden, schöner, intensiver und vor allem tiefer. Es geht nicht um ein Mehr an Events oder Freunden. Es geht darum, dass du in die Freiheit kommst und lernst, mit deinen Emotionen umzugehen. Denn wenn du mit deinen Emotionen umgehen kannst – auch mit den schwierigen – bist du frei.

Einmal sagte eine Frau während einer Reiki-Einweihung zu mir:„Wenn du bereit bist, alles zu fühlen, bist du am sichersten.“ Das ist der Schlüssel. Es geht um Emotionalität, damit das Geistige eine größere Dominanz in deinem Leben bekommt.


Die 5 Gründe, warum du (oder Menschen in deinem Umfeld) stocken

Hier sind fünf wesentliche Blockaden, die uns am Weiterkommen hindern:

1. Zu viel Wissen, zu wenig Gefühl

Viele Menschen wissen alles über Trauma oder Spiritualität. Sie haben dicke Bücher gelesen, kennen Meister Eckhart oder Yogananda in- und auswendig. Sie sind wie ein Schwamm, der alles aufnimmt. Aber es hilft nichts. Es hilft nichts, weil du es fühlen musst. Du musst es „Fleisch werden lassen“. Weniger ist hier meistens mehr. Du brauchst keine 100 Bücher, um von einer Botschaft berührt zu werden. Es kann sein, dass ein einziger Satz mehr in dir bewirkt als ein ganzes Studium. Komm ins Fühlen. Spüre die Resonanz in dir. Das gilt auch für Trauer oder Schuld: Du musst keine Theorie über Trauerphasen kennen, um gut trauern zu können. Du musst fühlen können.

2. Leiden ist leichter als lösen

Es gibt einen provokanten Buchtitel, der lautet: Leiden ist leichter als lösen. Man denkt sofort: „Quatsch, jeder will sein Leiden loswerden.“ Aber ein Teil von uns hält oft am Schmerz fest. Warum? Weil die Veränderung anspruchsvoller ist als der jetzige Zustand. Im gewohnten Schmerz weißt du, was dich erwartet. Die anderen kennen sich auch damit aus; man hat sich miteinander arrangiert.

Eine Lösung bringt alles durcheinander. Werde ich dann noch akzeptiert? Bleibt mein Status in der Familie gleich? Leiden ist vertrauter und oft angenehmer als die Ungewissheit einer Lösung. Aber ohne Risiko geht es nicht weiter.

3. Die Identifikation mit dem Schmerz

Veränderung bedeutet immer auch einen Wechsel der Identität. Manche Menschen sind so sehr mit ihrem Schmerz identifiziert, dass sie sich nicht lösen können. Es ist ihre Identität geworden, ein schwieriges Leben zu haben.

Doch deine wahre Identität sollte nicht Schmerz sein. Sie darf Freude sein, Leichtigkeit, Hoffnung und Liebe. Es ist heute manchmal leichter, das Geschlecht zu wechseln, als die eigene Schmerzidentität gegen eine Identität der Freude auszutauschen. Aber genau daran solltest du arbeiten.

4. Die Angst vor der eigenen Mächtigkeit

Wenn du eine Veränderung angehst, gehst du in deine eigene Macht. Das bedeutet aber auch, dass du einsehen musst, dass du dich jahrelang selbst blockiert hast.

Das ist kein schöner Gedanke. Es ist leichter zu sagen: „Die Eltern waren schuld“ oder „Die Umstände waren es“. Die Erkenntnis „Ich habe mich selbst blockiert“ löst Schuldgefühle und Selbstvorwürfe aus. Um dieses unangenehme Gefühl zu vermeiden, bleiben viele lieber in ihrer Schwäche, obwohl sie in ihre Kraft kommen könnten.

5. Unsichtbare Loyalitäten

Es gibt Loyalitäten, die über Generationen hinweg in Familien wirken. Wenn deine Eltern zum Beispiel beruflich nie Erfolg hatten, fühlst du dich vielleicht unbewusst illoyal, wenn es dir besser geht. Wenn du Erfolg hast, müsstest du dich „über“ deine Eltern stellen. Um auf derselben Ebene zu bleiben, verweigerst du dir den Erfolg unbewusst selbst. Wer erfolgreich wird, bricht die Familienregel. Das ist eine Falle, die dich am Weiterkommen hindert.


Dein Weg nach vorn

Diese fünf Punkte sind Fallen, aber sie sind gleichzeitig Möglichkeiten. Wenn du eine davon bei dir entdeckst: Wunderbar! Das ist der Punkt, an dem du ansetzen kannst, damit es für dich plötzlich weitergeht.

Ich wünsche dir, dass dir das gelingt. Sei es dir wert, weiterzugehen.


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