Wie oben so unten – Bedeutung des spirituellen Gesetzes

30. Juli 2022

Mehr als wir meinen, ist unsere Spiritualität aus dem ägyptischen Kulturraum heraus  geprägt worden. Immerhin hat das jüdische Volk lange Zeit als Sklaven dort gelebt. Und ohne das vielleicht intendiert zu haben, wurden sie beeinflusst von den ägyptischen Bräuchen, Riten und Vorstellungen. Das jüdische Volk hat es verstanden, sich immer wieder anzupassen und das heißt letztlich, etwas aus dem Außen in das eigene Innere des Volkes zu integrieren, sich etwas zu eigen zu machen, was vorher fremd war.

Wenn man als Volk so lange in einem sehr geprägten und unterschiedlichen Raum lebt, dann ist es fast unmöglich, sich nicht beeinflussen zu lassen.

Und mit diesen Einflüssen im Gepäck sind dann die Israeliten aus Ägypten ausgezogen. Mose ging ihnen voran und war nach der Tradition derjenige, der am Tiefsten in die Mysterien der Ägypter eingedrungen war, wurde er doch am Hofe des Pharaos erzogen und gebildet.

So begann der Weg über die Jahrhunderte hinweg, wie das alte Wissen der Ägypter zu uns gekommen ist.


Wer war Hermes Trismegistos?

Eine wichtige Rolle spielte für die Integration ägyptischen Wissens Hermes Trismegistos, der dreimal größte Hermes. Wir finden diesen Hermes noch in dem Begriff der Hermetik oder wenn wir sagen, dass etwas hermetisch ist, dann bezieht sich diese Aussage auf Hermes Trismegistos. Denn er hat etwas so formuliert, dass es für viele unverständlich blieb. Und so ist das, was hermetisch ist auch für uns nicht verständlich, es eröffnet sich uns nicht.

Auf diesen Hermes, der vermutlich vor allem eine mythische Gestalt war, sollen die sogenannten Smaragdenen Tafeln zurückgehen, in denen er in symbolischer Sprache seine Weisheit und seine Erkenntnis der Nachwelt überlassen hat.

Später dann, ich überspringe jetzt Jahrhunderte, wurden diese Weisheiten in einem kleinen Buch namens: Kybalion zusammengefasst. Dort werden sieben hermetische Prinzipien benannt. Und um eines dieser Prinzipien soll es jetzt gehen, die anderen werde ich in den nächsten Monaten aufgreifen und Dir vorstellen. 

Und so lautet der Satz, auf den ich mich heute beziehe:

Das, was unten ist, ist wie das, was oben ist,
und das, was oben ist, ist wie das, was unten ist,
ein ewig dauerndes Wunder das Einen.

Man kann sich vorstellen, wie viele Wissbegierige und Wissenschaftler an diesem Satz herumgeknabbert haben, wie sie versucht haben, ihn zu knacken, zu verstehen, ihn einzuordnen.

Interessant ist, dass wir in der christlichen Tradition einen ähnlichen Satz kennen, dieser lautet:

Wie im Himmel, so auf Erden.

Er entstammt dem Vaterunser und es ist durchaus legitim darin eine christliche Variante des Satzes des Hermes Trismegistos zu sehen. Dass also beide Sätze das Gleiche meinen und versuchen auszudrücken.


Einfluss auf die Tiefenpsychologie

Dieser Satz hat große Berühmtheit erlangt, war er doch letztlich grundlegend für das, was wir heute Tiefenpsychologie nennen. Zwar bezieht sich die Tiefenpsychologie nicht auf unten und oben, wohl aber auf innen und außen. Dass nämlich das, was außen ist, sich auch im Inneren des Menschen befindet und das, was im Inneren des Menschen ist, im Äußeren sichtbar wird.

Und um es noch mit einem anderen Wort zu beschreiben. Dieser Satz des Hermes ist die Grundlage von dem, was Analogie bedeutet. Bei der Analogie sucht man nach Übereinstimmungen, nach Dingen, die ähnlich sind.

Jeder von uns wendet zu jeder Zeit die Analogie an. Immer, wenn wir neuen Menschen begegnen, dann suchen wir nach Analogien, danach, ob uns etwas bekannt vorkommt und ob dieses Bekannte gut oder schlecht ist.

Wenn wir abstrakte Bilder anschauen, dann suchen wir oft nach Analogien, wir wollen das Bild verstehen und suchen daher nach Entsprechungen zu Bildern, die wir bereits einmal gesehen haben oder aus der Natur oder unserem persönlichen Umfeld.

Im Grunde spielen Analogien immer dann eine Rolle, wenn es um Interpretationen geht.


Was aber kann uns dieser Satz “wie oben, so unten und wie unten, so oben” sagen. Was ist sein tieferer Gehalt?

Dieser Satz und auch der, aus dem Vaterunser, beide machen uns darauf aufmerksam, dass es zwischen oben und unten eine Entsprechung gibt. Die räumliche Bestimmung oben und unten ist natürlich bildlich zu verstehen. Denn es geht im Kern um die geistige oder spirituelle Welt und unsere menschlich-irdische Welt. Das, was in der geistigen Welt stattfindet, findet auch hier statt und das, was hier ist, ist auch dort zu finden. Aber es ist nicht nur einfach ein Spiegel, der eins zu eins nochmal darstellt, was sich in ihm spiegelt. Es ist eben eine Analogie und keine Spiegelung.

Um es anders auszudrücken: In diesen beiden Sätzen geht es um den Zusammenhang zwischen Makro- und Mikrokosmos. Zwischen Himmel und Erde.

Es geht um den Zusammenhang zwischen den Bewusstseinsfeldern, den göttlichen und den menschlichen.


Menschliches und göttliches Reich

Viel zu oft verfallen wir der Verführung, dass das Göttliche und das Menschliche getrennt voneinander sind, sie setzen sich bildlich gesprochen gegenüber. Das aber ist falsch, denn wir sind in diesem göttlichen Bewusstsein aufgehoben und leben zugleich in unserem menschlichen Bewusstsein.

Man kann auch sagen, dass alles nicht nur eine materielle Realität hat, dass jede Blume vor meinem Fenster nicht nur aus Materie besteht, aus Kohlenstoff und was auch immer. Alles hat auch eine Analogie in der geistigen Welt. Und bei Dir und bei mir ist es genauso. Wir sind auch nicht nur Menschen, die hier auf Erden für 80 oder vielleicht 90 Jahre leben. Wir sind zugleich auch geistige Wesen, spirituelle Wesenheiten, die über das irdische Dasein hinausgehen und existieren.


Unsere Wissenschaft ist begrenzt

Und so haben wir Zugang zu dieser Welt, können uns inspirieren lassen, können Wissen erlangen von etwas, was keine Wissenschaft bieten kann, weil es ihr Vermögen übersteigt, weil die wissenschaftlichen Instrumente dafür nicht ausgelegt sind. Wissenschaft kann immer nur eine Aussage über das Irdische machen.Wir haben als Menschen, wenn wir denn wollen und wenn wir die Kanäle dafür öffnen, Zugang zur geistigen Welt, und können damit in unserer diesseitigen Welt arbeiten und diese Kräfte aktiv nutzen.

Und daraus ergibt sich dann auch unser Auftrag.

Denn wenn wir den Satz “wie oben so unten und wie unten so oben” ernst nehmen oder eben den Satz aus dem Vaterunser “wie im Himmel, so auf Erden” dann geht es darum, dass wir unseren Kanal öffnen.


Erkenntnis über das Herz

Welcher Kanal aber ist damit gemeint. Es ist das Herz, das Herz als Erkenntnisorgan. Das ist für uns Heutige eher ungewöhnlich. Wenn wir vom Herzen sprechen, dann meinen wir Gefühle, Liebe, große Emotionen und das dazugehörige Leid und die Sorgen. All das ist es, was wir heute mit dem Herzen verbinden. Doch in früheren Zeiten war das Herz vor allem ein Organ der Erkenntnis. Durch das Herz erschloss man sich die Tiefendimension der Welt.

Der Satz von Antoine de Saint-Exupéry “Man sieht nur mit dem Herzen gut.” ist darauf hin ausgesagt worden.. Er meint also weniger, die Welt rein emotional zu betrachten, sondern das Herz zu nutzen, um diese Welt in ihrer Tiefe zu sehen und zu erkennen. 


Liebe macht frei

Liebe ist dabei natürlich wichtig, aber Liebe ist keine Emotion, sie drückt sich höchstens in Emotionen aus. Die Liebe des spirituellen Herzens ist viel abgeklärter, weiser und klarer. Sie ist nicht geprägt von der Selbstsucht, sondern ganz davon, dass die Liebe sich offenbaren möge und dass das Leben seinen Lauf nimmt. Mit der spirituellen Liebe ist man viel eher in der Lage Menschen an ihrer Krankheit sterben zu lassen, kann man Menschen gehen lassen, aus Liebe. Weil es in dieser Liebe nicht mehr um mich geht.

Deshalb macht uns diese Liebe auch so frei und klärt unseren Blick auf diese Welt, öffnet unseren Blick auf diese Welt und verbindet uns zugleich mit der spirituellen Welt.

Unsere wahre Natur erlangen wir erst oder erkennen sie erst, wenn wir diesen Satz des Hermes Trismegistos leben und ihn auf uns selber anwenden.

Erkenne wer Du wirklich bist und warum Du hier bist!


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  • Erkenne dich selbst,wer du in wircklichkeit bist.Wie Oben,so unten.Wie im Himmel so auf Erden.Ich weiß,das ich ein Spirituelles Wesen bin.Unser Menschlicher Körper ist nur ein Gefäss damit sich der Geist und die Seele eines jedenMenschen weiterentwickeln kann.Unser Leben ist ein Geschenk Gottes damit wir Lernen sollen um uns weiter zu entwickel.Ein jeder Mensch ist freiwillig auf Erden Inkarniert.Es gibt keine zufälle im hier und jetzt.Wir alle haben mit einer Höheren Intelligenz vor unserer Geburt etwas vereinbahrt.Jeder aber auch jeder hat eine rolle zu spielen.Alles ist vorherbestimmt.Wir alle haben einen freien Willen zu endscheiden was falsch oder richtig ist.Die Menscheit im großen ganzen hat eine große Verantwortung über den Planeten Erde.Wir müssen unseren Heimatplaneten schützen und bewahren vor uns selbst.Schluss mit Zerstörung und Ausbeutung.Schafft alle Massenvernichtungswaffen ab.Wir haben nur diesen einen Heimatplaneten Erde.Alles was Lebt ist wertvoll kostbahr Einzigartig.Proxima Centauri ist 4,2 Lichtjahre weg.Was wir brauchen ist Einsicht,vernunft,Menschlichkeit,Frieden,Bedingungslose Liebe.Christust sagte.: Ich gebe euch ein neues Gebot liebet einander.Liebet eure Feinde.Ihr Machthabenden müsst unseren Heimatplaneten Erde schützen retten vor euch selbst,den wir alle atmen die gleiche Luft.Und wir alle haben nur diesen einen Heimatplaneten Erde der für viele Nationen und Lebewesen ein zu Hause ist.Liebet einander sagt Christus der Herr.

    • Mmh, ich rfrage mich, was Su mit diesem Kommentar bezweckst. Menschen gewinnen offensichtlich und ihnen auf ihrem Weg weiterhelfen vermutlichnicht, oder? David

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